Fußball und Glaube

Einen 4:0-Erfolg gegen Argentinien hätte wahrscheinlich niemand vorhergesagt, nicht daran „geglaubt“. Zwar hätte man bei Deutschlands vorherigen Spielen erahnen können, dass das Team auch gegen Argentinien gut spielen würde. Doch einen solchen Kantersieg hätte niemand erwartet. Ich selbst habe 2:0 getippt.

Nicht nur ich wurde von der Höhe und Deutlichkeit der argentinischen Niederlage sehr überrascht. Einen solch deutlichen Sieg hatte es vorher gegen Argentinien noch nie gegeben.

Zu sehr ist das Zitterspiel bei der WM 2006 im Gedächtnis verankert, bei dem Deutschland dann schließlich im Elfmeterschießen gewann.

Doch dieses Mal war vieles anders: das schnellste Tor der WM-Geschichte, der höchste Sieg gegen Argentinien und vor allem: die Spielweise des deutschen Teams!

Deutschland hat mit seiner neuen Art Fußball zu spielen überrascht; die ganze Welt. Und die Begeisterung für das deutsche Team ist überall zu spüren. Das beweisen nicht nur die ausgesprochen freundliche Presse nach der Niederlage gegen Serbien, sondern auch die geradezu euphorischen Kommentare nach dem Argentinien-Spiel.

Vor dieser WM hätte das sicherlich niemand erwartet, nicht daran „geglaubt“.

Noch ein paar Zahlen:

Allein auf Facebook schlagen über 400.000 Herzen schwarz-rot-gold

ebenso glauben über 200.000 Mitglieder an den Weltmeistertitel für Deutschland (vermutlich sind es noch viel mehr, haben sich bloß nicht dieser Gruppe angeschlossen)

Das Spiel gegen Argentinien wurde allein in Deutschland von ca. 25 Mio. Bundesbürgern angeschaut. Auch hier sind die vielen Hunderttausend auf den Fanmeilen und beim public viewing nicht mitgezählt.

Was ist jetzt die Verbindung, die Brücke, zum Glauben?

Ein Fußballspiel gewinnt man durch Fitness, Technik und andere Methoden. Aber vor allem durch den Glauben an den Sieg. Auch wenn er aussichtslos erscheint. Aktuell zu sehen beim Spiel Holland gegen Brasilien. Wer hätte nach dem ersten Tor Brasiliens daran geglaubt, dass Brasilien ausscheidet? Oder das berühmte Spiel Bayern München gegen Getafe?

Eine Mannschaft, die nicht daran glaubt, gewinnen zu können, hat schon verloren. Deutlich sichtbar war das im Argentinien-Spiel. Kurz vor dem 3:0 war es Stürmerstar und Trainer Diego A. Maradona vom Gesicht abzulesen, dass er nicht mehr an einen Sieg seiner Mannschaft glaubte.

Glaubensschwankungen entstehen durch Rückschläge. So war die rote Karte für Miroslav Klose im Spiel gegen Serbien der Punkt, ab dem Deutschland immer schlechter spielte und das Spiel schließlich, trotz Elfmeters, verlor.

Ähnlich ist es im Glaubensleben. Da stirbt ein geliebter Mensch plötzlich ohne medizinische Erklärung. Oder man erleidet einen Verkehrsunfall. Oder man verliert den Glauben an einen gerechten Gott bei soviel Ungerechtigkeit in der Welt.

Beim Fußball glaubt man schnell und ohne groß zu hinterfragen an einen Sieg der deutschen Mannschaft. Anhand der Art, wie sie Fußball spielt. Anhand der vorherigen Spiele.

Wenn man sich die Statistik der letzten 20 Jahre anschaut, hätte man weniger Grund zur Hoffnung. Zwar war Deutschland 1996 Europameister, 2002 im Endspiel und 2006 „Weltmeister der Herzen“. Doch dazwischen waren viele schmerzliche Niederlagen.

Der Glaube an Gott bzw. das Christentum hat eine viel längere und deutlichere Erfolgsgeschichte als der deutsche Fußball. Auch die Spuren, die Gott hinterlassen hat, in der Geschichte, in seinem Wort – der Bibel – sind sehr deutlich.

Nur als Beispiel: Das Überleben des Glaubens an Gott trotz Verfolgung, Kolosseum und Inquisition. Die Reformation in Deutschland und Europa. Das Überleben des Glaubens trotz einer humanistisch geprägten und aufgeklärten Gesellschaft. Trotz Darwin. Trotz einiger Versuche, den Glauben als „Kopfkino“ darzustellen, als menschliche „Einbildung“.

Warum fällt es dennoch so schwer, an einen Gott zu glauben?

(mk)

Fußball-WM

Was haben Lucio, Marcelo Bordón, Gerald Asamoah, Du-ri Cha, Dr. Markus Merk, Cacau, Jürgen Klopp und Dirk Heinen gemeinsam?

Aber auch Xavier Naidoo, die Söhne Mannheims und viele andere.

Bestimmt nicht den selben Verein. Das Trikot dann wohl auch eher nicht. Hm… mal überlegen.

Den Fußball? Halt… Da ist ein Ex-Schiedsrichter mit dabei… und ein Trainer… fast richtig..

Aktiv und passiv?

Spielt Xavier Naidoo Fußball?

Mag sein…

Nein, es gibt etwas, das sie alle vereint… das haben sie alle gemeinsam.

Den Glauben an (einen) Gott. (Bingo!)

Diese Fußballer, dieser Schiedsrichter und dieser Trainer glauben an Gott. Aber auch diese Musiker. Das haben sie z.T. mehrfach öffentlich bekundet oder gezeigt. Vor einem Millionenpublikum oder z.B. im Interview.

Nicht schlecht, oder?

Der unbeteiligte Zuschauer kann es meistens dann sehen, wenn jemand ein Tor geschossen hat. Manche bekreuzigen sich vor dem Spiel, andere küssen den Rasen. Doch: Nach einem Tor sieht man viele Torschützen, die mit einem oder beiden Fingern gen Himmel zeigen oder anders darauf aufmerksam machen. Z.B. ein T-Shirt unter dem Trikot zeigen, auf dem eine Botschaft steht.

Auch in Berichten und Interviews nach der Fußball-WM 2006 war die Rede von einem spirituellen „Antreiber“ der Nationalmannschaft: Gerald Asamoah.

Was tut man, wenn man an einen Gott „glaubt“? Man vertraut darauf, dass da ein höheres Wesen ist, das existiert und in die Geschicke eingreift. Sichtbar und unsichtbar. Man macht sich unabhängig von der Beliebigkeit, dem Zufall. Man kommuniziert vielleicht oder „betet“.

Vertrauen entsteht, wenn man in bestimmten Situationen etwas erfahren/erlebt hat, das einem Sicherheit oder Bestätigung gibt. Das kann tatsächliche Hilfe sein aber auch Anderes wie z.B. ein Tor in einem schwierigen Match.

Diese erwähnten Fußballer glauben an Gott. Sie glauben daran, dass Gott ihnen beisteht, auf dem Fußballplatz und im täglichen Leben.

Wer schon mal ein Tor in einem Spiel geschossen hat, weiß, dass so etwas glücklich macht. Die Stimmung ist auf 180. Adrenalin pur.

Diese Menschen gehen aber (noch) weiter: Sie glauben, dass dieses höhere Wesen, nennen wir es der Einfachheit „Gott“, sie beschenkt hat. Z.B. durch ein Tor in einem wichtigen Spiel. Mit dieser Geste nach dem Spiel bedanken sie sich bei Gott für dieses „Geschenk“.

Man muss nicht auf dem Fußballplatz stehen, um Gott zu danken. Das geht, Gott sei Dank, auch so, z.B. vor dem nächsten Essen.

Oder auch vor dem nächsten Spiel gegen Argentinien!

Die Möglichkeiten, Gott danke zu sagen, sind schier unendlich. Dafür, dass man gesund ist oder dafür, dass man ein Dach über dem Kopf hat.

Dafür, dass man zu Essen hat und auch dafür, dass Gott einen schützt.

Mich hat er beschützt. Auf der letzten Motorradfahrt hatte ich einen schwereren Unfall auf der Autobahn, in einer Baustelle. Es hätte weitaus Schlimmeres passieren können.

Gott sei Dank ist mir, außer ein paar Prellungen und einer leichteren Gehirnerschütterung nichts passiert! Alle Finger und Extremitäten sind dran und funktionieren. Wenn auch unter Schmerzen.

Das war Grund genug für mich, Gott danke zu sagen.

Probieren Sie es aus, danke kann man gar nicht genug sagen!

(mk)

Glück im Unglück?

Endlich Urlaub!

Eine spannende WM steht (noch) bevor, die Sonne lacht… und ich wollte etwas durch Deutschland touren mit meinem neuen Motorrad.

Nach der tadellosen “Jungfernfahrt”, die mich zu meinen Eltern führte, sollte es weiter gehen nach Bayern. Ich fuhr durch das schöne Altmühltal, bei bestem Wetter und trockener Straße. Am Abend würde ich bei meiner 89-jährigen Großmutter sein, zusammen mit der Familie. Am nächsten Tag sollte gefeiert werden.

Von meinen Eltern hatte ich von Kindesbeinen an gelernt, vor größeren Fahrten zu beten, Gott um Schutz auf der Fahrt zu bitten. Und das tat ich auch dieses Mal.

Ich wachte im Krankenhaus in der Notaufnahme auf. Anscheinend hatte ich einen schwereren Motorradunfall gehabt. Mein linkes Bein schmerzte stark und auch der Kopf. Gehirnerschütterung. Oh nein!

Nach und nach erfuhr ich, was passiert war, denn mein Erinnerungsvermögen war wie ausgelöscht. An den Unfall kann ich mich auch jetzt noch nicht erinnern. Ich hatte (und habe) Amnesie.

Feststand, dass meine Urlaubspläne über den Haufen geworfen waren. Von einer schmerzlichen Sekunde zur anderen!

In dem Zimmer, in das ich gebracht wurde, hing ein Kreuz an der Wand. Zwar ist das in bestimmten Gegenden Deutschlands Standard, doch meistens übersieht man es doch, wenn man ehrlich sich selbst gegenüber ist. Für mich hat es allerdings Bedeutung, nicht nur in diesem Moment!. Als ich es erblickte, waren meine ersten Gedanken: “Lieber Herr Jesus, warum…?”

Erst später, als meine Schmerzen etwas abgeklungen waren, realisierte ich, dass ich “verdammtes Glück” oder mehrere “Schutzengel” gehabt haben musste. Sonst wäre ich vielleicht von Autos oder LkWs überrollt worden. Der Unfallsort war in einer engen Baustelle, also durchaus geeignet dafür. Dies bestätigten auch meine Gesprächspartner.

Trotzdem blieb (und bleibt) die Frage offen, warum dieser Unfall gerade jetzt passiert war. An einem für mich sehr, sehr ungünstigem Zeitpunkt!

Obwohl ich gebetet hatte! Obwohl Gott mich schon so oft vor Schlimmerem bewahrt hatte!

Warum dieses Mal nicht?

Auch jetzt, wo es mir schon besser geht, habe ich noch keine Antwort auf diese Frage(n).

Trotzdem steht fest: Meinen Glauben an Gott werde ich durch diesen Unfall nicht aufgeben. Vielleicht aber das Motorradfahren.

Auf jeden Fall werden mich die Schmerzen und Narben längere Zeit daran erinnern.

Und mit etwas Glück auch die Erzählungen meiner Familie.

Danke Gott, dass Du mich vor Schlimmerem bewahrt hast!

(mk)

Ich schreibe diesmal kürzer, denn das Tippen fällt mir schwer, die zweite Hand liegt noch in Gips.

Glaube, Hoffnung und Liebe (1. Korintherbrief 13)

1. Korintherbrief 13 (Übersetzung: Luther 1984)

Die Liebe ist langmütig und freundlich,
die Liebe eifert nicht,
die Liebe treibt nicht Mutwillen,
sie bläht sich nicht auf,
sie verhält sich nicht ungehörig,
sie sucht nicht das Ihre,
sie lässt sich nicht erbittern,
sie rechnet das Böse nicht zu,
sie freut sich nicht über die Ungerechtigkeit,
sie freut sich aber an der Wahrheit;
sie erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles, sie duldet alles.

Und der wohl bekannteste Auszug aus diesem Brief: “Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen” (Vers 13)

Schön, nicht? Fast poetisch, was der Apostel Paulus da schreibt. Er wird es wohl am eigenen Leib erfahren haben, was es bedeutet, Liebe in sich zu haben. Als er noch Saulus von Tarsus war. Als ihm die Liebe in Person (Jesus Christus) noch nicht begegnet war und er die ersten Nachfolger Jesu Christi so erbittert verfolgte. (Apostelgeschichte 9) Die hatten alle ziemliche Angst vor ihm, wie später in der Geschichte deutlich wird. Dieses Erlebnis, dem Gottessohn, der menschgewordenen und jetzt wieder göttlichen Liebe gegenüberzustehen, dieses blendende göttliche Licht, an dem er nicht vorbei konnte und das ihn blendete, so dass er sein Augenlicht verlor. Das war kein Erlebnis, wie jedes andere. Das war das tragende Erlebnis im Leben des Saulus. Die Namensänderung war da nur Ausdruck dieser 180-Grad-Wende. Vielleicht hat ihn gerade dieses einschneidende Erlebnis dazu befähigt, so von der Liebe zu schreiben.

Er kannte das Gesetz, die heilige Schrift, er war ein (sehr) gebildeter Mann. Er kannte die Schrift, verstand aber nicht, was Gott von ihm eigentlich wollte. Er verfolgte diejenigen, die von den jüdischen Geistlichen als Abtrünnige angesehen wurden mit sehr großem, fast fanatischen, Engagement. Er war einer derjenigen, die eigentlich stolz auf ihr Werk sein konnten. Er befolgte das Gesetz, die 10 Gebote Gottes. Aber er verstand die Quintessenz dieser Botschaft nicht, die Liebe.

Dass diese Gebote dem Volk Israel gegeben worden waren aus Liebe zu ihnen. (2. Mose 20) Die gesamten 10 Gebote, die Gott Mose gegeben hatte, kann man mit einem einzigen Wort gleichsetzen: der Liebe. Im Griechischen gibt es dafür einen Begriff: Agape. Agape bedeutet ohne Ausnahme Gottes reine und göttliche Liebe. Agape ist also eine bedingungslose, einseitige, befreiende, auf andere zentrierte Liebe (lateinisch: Caritas).

Die 10 Gebote, das “Gesetz der Liebe”: dem Schöpfergott gegenüber, dem Gott gegenüber, der sein Volk aus der Sklaverei in Ägypten geführt hatte und der Liebe der Menschen untereinander. Wenn man das “Du sollst” mit einem “Du wirst” übersetzt, so wie der eigentliche Sinn dieses Wortes war, dann versteht man auch den Gedanken der Liebe hinter den 10 Geboten: Wenn man jemanden liebt, dann wird man ihn nicht umbringen. Wenn man jemanden liebt, wird man ihn nicht belügen oder betrügen. Wenn ich Gott liebe, werde ich keinen anderen Gott anbeten. Dann verstehe ich das Gesetz nicht als Last, sondern als Befreiung, so wie Paulus später schreibt.

Auch das Vaterunser, das Gebet, das Jesus seinen Jüngern beigebracht hatte, passt dazu (Matthäus 6,9). Wenn ich weiß, dass Gott mir meine Fehler vergibt, die ich bei der praktischen Umsetzung dieses “Gesetzes der Liebe” mache, dann sollte ich auch fähig sein, meinen Mitmenschen oder meiner Partnerin / meinem Partner Fehler zu vergeben, die er/sie gerade im Umgang mit mir macht. Ganz individuell: “…. und vergib mir meine Schuld, so wie auch ich vergebe meinem Schuldiger”.

Liebe bedeutet Interaktion. Geben und nehmen. Und manchmal auch nur geben und nichts oder wenig nehmen. Dynamik. Laute und leise Töne.

Das ganze Evangelium ist ein Symbol der Liebe. Der Liebe Gottes zu uns Menschen. Aber in der Bibel spricht Gott auch von den Folgen, wenn die Liebe IHM gegenüber versagt wird.

Das Leben Jesu Christi, des Erlösers, des Friedefürsten, des Sohnes Gottes, auf dieser Erde ist das Symbol der Liebe Gottes zu uns Menschen. (Johannes 3, 16)

Jesus hat die Liebe im göttlichen Sinne vorgelebt.

Die Worte des Apostels Paulus lassen nur erahnen, wie göttliche Liebe aussehen muss. Deswegen an dieser Stelle noch einmal:

Die Liebe ist langmütig und freundlich,
die Liebe eifert nicht,
die Liebe treibt nicht Mutwillen,
sie bläht sich nicht auf,
sie verhält sich nicht ungehörig,
sie sucht nicht das Ihre,
sie lässt sich nicht erbittern,
sie rechnet das Böse nicht zu,
sie freut sich nicht über die Ungerechtigkeit,
sie freut sich aber an der Wahrheit;
sie erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles, sie duldet alles.

Jesus Christus hat diese göttliche Liebe in seinem täglichen Leben in Perfektion angewandt und vorgelebt. Davon spricht das Evangelium.

Und auch Paulus:
Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen.

Hier ein Beispiel:

Gott liebt mich.
Ich glaube daran, dass Gott mich liebt (mit dem Glauben fängt es an und hört es auf).
Weil ich glaube und weiß, dass Gott mich liebt, kann ich Hoffnung haben, dass sich das erfüllt, was ER mir in seinem göttlichen Buch sagt.
Und deswegen kann und soll, ja muss ich diese Liebe weitergeben, die Gott mir gegeben hat. Auch wenn es schwer ist.

Aus Liebe zu Gott, der mich zuerst geliebt hat.
Aus Liebe zu Jesus, der mir den Auftrag gegeben hat, seine Liebe und sein Evangelium weiterzugeben.
Aus Liebe zu meinem Mitmenschen, damit auch er geliebt wird
und die Liebe Gottes erfährt, Hoffnung hat und Glauben entwickelt.

Die Liebe ist der Anfang, der Schlüssel zu weiterer Liebe. Zu Hoffnung. Zu Glauben. Ein Kreislauf.

Amen!

(mk)

Adventszeit – oder: die 3 Geschenke Gottes an uns Menschen

Eine gestresste Mutti schleppt sich bepackt mit dutzenden Taschen durch das nasskalte Berlin. Der Bürgersteig, die Straßen und die Kaufhäuser sind voll mit Menschen. Anscheinend hatten noch viele andere diese Idee. Es regnet und weht ein scharfer kalter Wind. Sie fröstelt. Und ihre Taschen werden immer schwerer. Sie stellt ihre Taschen einen Moment ab und atmet durch. Nach ein paar Minuten geht es weiter. Sie hat noch so viel zu erledigen heute. Und vor allem muss sie noch Geschenke für ihre 3 Kinder und ihren Mann kaufen. Bevor die Geschäfte schließen. An einer Stelle wird sie fast von einem Weihnachtsmann umgerempelt. Überall blitzt und blinkt es.

So oder so ähnlich kennen wir das vermutlich alle. Das Geschenkekaufen in der Adventszeit wird zum regelrechten Stress. An Weihnachten macht der Einzelhandel das beste Geschäft des Jahres. Darauf wartet jeder Händler. Und Krise hin oder her, wir Deutschen kaufen die Geschäfte leer.

Warum eigentlich? Sicher, das sogenannte „Fest der Liebe“. Wessen Liebe eigentlich? Die Liebe des Einzelhändlers zu seinen Kunden? Die Liebe des Einzelnen zu seinen Mitmenschen? Ausgedrückt in einem kleinen Geschenk für max. 9,99 € ? Oder doch etwas anderes?

Nein, das „Fest der Liebe“ hat eigentlich mit der Liebe Gottes zu seinen Geschöpfen, den Menschen, zu tun. Sie fragen jetzt: welches Geschenk kann mir Gott schon machen? Ein Gebetsbuch? Eine Gebetsbank? Nett eingepackt mit goldener Schleife?

Oder Sie fragen sich vielleicht: Was würde Gott mir persönlich schenken? Und wie macht Gott das mit dem ganzen Einkaufsstress? Ich meine, 6,9 Milliarden Menschen soll Gott an einem Tag beschenken? Wie macht er das nur?

Er hat es schon gemacht. Das größte und teuerste Geschenk seines langen Lebens. Ein nie dagewesenes Geschenk an uns Menschen. Von unvorstellbarem persönlichen Wert für Gott! Und nicht mal eben im Vorbeigehen für uns gekauft. Vermutlich hat Gott über dieses Geschenk sehr lange nachgedacht. Schließlich sollte es ein Geschenk für jeden einzelnen seiner Menschen sein! Für jeden Einzelnen der 6,9 Milliarden. Eigentlich hätte Gott damit eine Doppelseite im Guiness-Buch der Rekorde verdient. Das ist rekordverdächtig. Ein Geschenk für 6,9 Milliarden Menschen gleichzeitig an einem Tag! Mit Langzeitwirkung.

Sie fragen sich vielleicht: welches Geschenk meint der denn jetzt?

Jesus Christus. Das mag Ihnen jetzt etwas komisch vorkommen, doch es ist so. Als Gott sich überlegte, was er uns schenken kann, hat er nachgedacht. Und er hat uns das ewige Leben geschenkt! Das Kostbarste was er besaß! Seinen eigenen Sohn Jesus Christus (Johannes 3,16). Jesus Christus kam auf diese Welt, damit wir Menschen, leben können. In Ewigkeit. Dazu müssen wir nichts tun. Außer eines: wir müssen daran glauben, dass Gott seinen Sohn für uns geopfert hat, damit wir leben können.

Warum? Weil wir Menschen seit der Vertreibung Adams und Evas vor Gott nicht bestehen können und eigentlich sterben müssten. Denn Gott ist gerecht. Wir haben den Tod verdient. Und er könnte uns auf der Stelle vernichten.

Doch Gott liebt uns! Deswegen hat er seinen Sohn Jesus Christus in diese Welt geschickt. Erst als Baby, aber dann als Sohn Gottes! Die Geschichte hört nicht bei Weihnachten auf. Zum Glück für uns Menschen!

Nein, sie geht weiter! Bis Ostern. Und auch dort, als Jesus Christus am Kreuz von Golgatha starb, war diese Geschichte nicht vorbei!

Nein, Jesus Christus hat den Tod besiegt! Er ist für uns am Kreuz gestorben und hat danach den Tod besiegt. Für das was uns von Gott trennt: nämlich die Sünde, für die wir eigentlich an seiner Stelle sterben müssten. Dadurch hat Gott uns durch Jesus Christus den Weg zu ihm ermöglicht.

Und nicht nur das: Jesus hat gesagt, wer an ihn glaubt, der hat das ewige Leben!

Und jetzt kommt etwas Interaktion in die Geschichte: Bisher hat Gott uns beschenkt. Jetzt sind wir an der Reihe: Alles, was wir tun müssen, ist Gott zu vertrauen und ihm den Glauben zu schenken, dass Jesus Christus wirklich für unsere Sünde am Kreuz gestorben ist und von den Toten auferstanden ist! Genau so, wie es in seinem Wort, der Bibel, das er uns ebenfalls geschenkt hat, steht.

Was für eine Geschichte!

Leider vergessen wir Menschen das sehr schnell, bei den ganzen Erledigungen, die wir in der Adventszeit machen müssen.

Doch dieses Jahr kann es anders sein: Wir können uns darauf besinnen, was Advent heißt: das Warten auf das zweite Kommen Jesu auf diese Erde.

Was wird dabei anders sein? In den Evangelien steht es: Jesus kommt alles König der Könige auf diese Erde und nimmt diejenigen mit sich, die vorher an ihn geglaubt haben. Ein First-Class-Ticket in den Himmel. Und nicht nur das, Gott macht uns das dritte Geschenk:

Eine neue Welt, das neue Jerusalem. Eine exklusive Wohnung in der goldenen Stadt, in bester Lage, im himmlischen Palast Gottes. Ohne Leid, ohne Kummer, ohne Tod, ohne Schmerz und ohne Tränen. (frei nach Offenbarung)

Bist Du bereit, diese 3 Geschenke Gottes anzunehmen?

(mk)

Glaube und Hoffnung

Glaube und Hoffnung oder Hoffnung und Glaube ? oder Glaube aus Hoffnung? Oder Hoffnung aus Glaube? Oder Hoffnung oder Glaube?

Was ist der Unterschied? Gibt es einen? Was ist Hoffnung? Was ist Glaube?

Ist Hoffnung z.B. das? Ich habe die Hoffnung, dass das Wetter morgen besser wird?

Das ist die Erkenntnis des meteorologischen Fakts, dass es nicht nur Regen, Schnee oder Graupel gibt, sondern auch Sonne…. oder einfach die gemachte Erfahrung, die Empirik, dass nach schlechtem Wetter gutes folgt.

Wenn ich sage, ich habe die Hoffnung, dass Du morgen Deine Socken wäschst, dann ist das meist eine Feststellung. Nämlich, dass da ungewaschene Socken sind, die wahrscheinlich stinken und noch gewaschen werden sollten… aber die Hoffnung drückt den Glauben an das Gute im Menschen, an die Moral aus, dass morgen Du morgen Deine Socken waschen könnte… und es auch tun wirst. Egal aus welchem Grund. Vielleicht weil X es selbst erkannt oder gerochen hat, dass es nötig ist. Oder weil X es tut, um Person Y zu gefallen? Oder es basiert einfach auf der Erfahrung, dass X seine Socken in ähnlichen Situationen schon mal von selbst gewaschen hat. Auf der Erfahrung.

Warum reite ich auf dem Sockenbeispiel so herum?

Was ist der springende Punkt?

Zunächst noch das Beispiel mit dem Glauben:

Man sagt: Ich glaube, dass….

Das sagt man aber meistens als Synomym zu: Ich denke, dass… oder ich meine, dass…

Mit Glauben hat das wenig zu tun. Was ist also Glaube?

Oder Faith? Fé ? Der englische oder französische Begriff hilft da eben so wenig weiter. Danach wurden Städte im “wilden Westen” benannt, Santa Fé z.Bsp. (heiliger Glaube). In Zeiten starker Anfeindung und Pioniersarbeit.

Woher kommt das Wort Glaube?

Glaube kommt vom indogermanischen *leubh-, begehren, lieb haben, für lieb erklären, gut heißen, loben

Heutzutage setzt man es eher gleich mit für wahr halten und manchmal auch vertrauen.

Also ist doch etwas anderes, wenn ich sage: “Ich hoffe, dass das Wetter morgen besser wird?” Das basiert rein auf meinem Wunsch und der gemachten Erfahrung, dass es besser werden kann.

Wenn ich dagegen sage: “Ich glaube, dass das Wetter morgen besser wird.” Heißt das dann, das ich etwas weiß, was andere nicht wissen? Oder vertraue ich darauf, dass das Wetter gut sein wird? Oder habe ich die Hoffnung, dass irgendetwas oder jemand bewirkt, dass das Wetter besser wird? Und bin ich enttäuscht, wenn es nicht so wird? Nicht morgen, aber vielleicht übermorgen? Oder nächste Woche? Wenn ich sage, ich glaube, dann vertraue ich darauf, dass das Wetter besser wird. Und Vertrauen heißt, dass ich mich nicht enttäuscht abwende, wenn das morgen nicht eintreffen sollte. Wie in einer Freundschaft.

Vertrauen z.B. in einer Freundschaft oder Partnerschaft basiert auf dem Wissen, dass der Partner/die Partnerin bisher immer vertrauenswürdig war. Nach bestem Wissen und Gewissen. Es basiert auf Wissen und der Anzahl der gemachten Erfahrungen mit dem/r PartnerIn. Darum ist es mitunter auch so schwierig, eine gute und tiefgehende Freundschaft aufzubauen. Gute Freunde sind ehrlich zu einander. Sie sagen einem auch das, was man lieber nicht hören möchte.

Wenn ich dagegen hoffe, dass mein Partner vertrauenswürdig ist, dann ist das etwas anderes. Dann bin ich vielleicht etwas unsicher und hoffe, dass alles glatt geht; dass mein Partner im richtigen Moment die richtige Entscheidung trifft. Nämlich die für mich! Dass sie/er mir die Treue hält.

Paulus nennt beide Begriffe (und noch einen dritten): “…Es bleiben aber Glaube, Hoffnung, Liebe…”

Demnach wären die beiden Begriffe verschieden. Oder einfach nur Synonyme?

Glaube ist also die Summe aus Hoffnung und den bisher gemachten positiven (eigenen) Erfahrungen, allerdings bezogen auf die Zukunft. Also ein Bezug aus Vergangenheit und Zukunft.

Woher kommt das Wort Glaube?

Das Wort Glaube (auch Glauben) (vom indogermanischen *leubh-, begehren, lieb haben, für lieb erklären, gut heißen, loben (Deutsches Wörterbuch Gebrüder Grimm).

Heute wird das Wort Glaube eher im Sinn “für wahr halten” und “vertrauen” gebraucht.

Die Bedeutung hat sich also im Laufe der Zeit verändert.

Manchmal sagt man auch z.B.: Glauben heißt wissen.

Genauso könnte man sagen: Glauben heißt vertrauen.

Vertrauen darin, dass etwas so eintritt, wie man es erwartet oder es sich erhofft. Oder dass es so eintritt, weil man in der Vergangenheit die Erfahrung(en) gemacht hat, dass es vorher auch so eintrat.

Glaube an Gott zum Beispiel hat damit zu tun, dass man denkt, dass es eine höhere Macht, ein höheres universales Wesen geben muss, das alles bedingt und/oder beeinflusst. Und es heißt auch, dass man Vertrauen hat. Glaube an Gott ist nicht wissenschaftlich belegbar. Er geschieht im Vertrauen. Worauf? Auf das Wort Gottes, das ER in der Bibel veröffentlicht hat. Oder im Koran. Und darauf, dass Gott existiert und das Buch der Bibel auch wirklich von Gott kommt. Es gibt viele Indizien, dass Gott existiert. Aber beweisen kann man ihn nicht.

Atheisten z.B. glauben nicht an Gott. Sie glauben, dass es Gott oder ein anderes Wesen nicht geben kann. Meist geschieht das auf der Basis gemachter Erfahrungen. Zum Beispiel meint man, dass Gott in dem persönlichen Leben (bisher) nicht aktiv war. Oder dass es Gott nicht geben kann, da auf dieser Welt im Moment so einiges schief geht. Oder gegangen ist.

Aber heißt das, dass es Gott nicht geben kann? Nein! Man glaubt nur nicht daran.

Wie ich schrieb: Glaube basiert auf der Summe gemachter Erfahrungen. Wenn ich also keine Erfahrungen mit Gott mache, dann fällt es mir schwer an ihn zu glauben.

Oder ich glaube an Zufall.

Oder aber ich glaube daran, das ein höheres Wesen da ist, das sich für mein Leben interessiert und daran teilhaben möchte.

Mir persönlich ist der zweite Gedanke lieber. Deswegen glaube ich nicht an Zufall.

Wenn ich z.B. etwas fallen lasse, dann beobachte ich, dass es fällt. Das hat aber nichts mit Zufall zu tun. Sondern mit Physik. Ich weiß, dass etwas aufgrund der Schwerkraft fällt. Das hat jetzt nicht unmittelbar mit Gott zu tun. Oder doch? Vielleicht hat er ja die Schwerkraft erfunden? Ohne Schwerkraft ist es z.B. schwer zu gehen. Weil alles im leeren Raum passiert.

Bei Gott ist das anders. Da hat alles einen tieferen Sinn. Auch wenn ich ihn (jetzt) vielleicht nicht verstehe, sondern vielleicht erst in ein paar Jahren oder Jahrzehnten.

Aber ich habe den Glauben daran, dass Gott hinter allem steht und das was passiert Sinn hat. Und ich hoffe, dass ich es irgendwann verstehen werde.

(mk)

Im Auftrag Jesu unterwegs

Im Auftrag Jesu unterwegs (Fortsetzung) – von Matthias Kundt

Matthäusevangelium 28, 16-20 (Luther 1984)
“Aber die elf Jünger gingen nach Galiläa auf den Berg, wohin Jesus sie beschieden hatte. Und als sie ihn sahen, fielen sie vor ihm nieder; einige aber zweifelten. Und Jesus trat herzu und sprach zu ihnen: Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden. Darum gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.”

Spüren Sie diese Aufbruchstimmung? Die Nachfolger Jesu, auch Jünger genannt, waren gerade noch am Boden zerstört, zu Tode betrübt. Und dann hörten sie seltsame Geschichten. Und schließlich sahen sie Jesus. Mit eigenen Augen! Was für ein Moment! Sie sahen ihren geliebten Meister und Lehrer, den sie hatten sterben sehen. Was für ein Moment! Voller Ehrfurcht fielen sie vor ihm nieder. Da stand er vor ihnen, leibhaftig.

Und er hatte Großes mit ihnen vor! Er gab ihnen einen Auftrag. Einen Auftrag, der bis an das Ende der Welt gültig sein sollte. Und er versprach, bei ihnen zu sein.

Nochmal der Auftrag in Stichworten:

- Taufet ALLE Völker auf den Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes!

- Lehret sie alles was ich Euch befohlen habe!

Was für ein Auftrag! Auf unserem Planeten Erde leben 6,9 Mrd. Menschen. Und jede Sekunde kommen neue Erdenbürger hinzu! Gut, in jeder Sekunde gehen auch Erdenbürger.

In einem Menschenleben ist dieser Auftrag nicht zu bewältigen. Allein eine Weltreise zu unternehmen fällt sehr vielen Menschen schwer. Geschweige denn, jedes Land und jeden Einwohner dieses Landes zu besuchen und ihm von der Frohen Botschaft der Rettung durch Jesus vor dem sicheren Tod zu erzählen. Allein deswegen kann der Auftrag nicht nur seinen unmittelbaren Nachfolgern gegolten haben, sondern jedem seiner Nachfolger, also jedem Christen! Jedem, der den Namen Jesu Christus trägt. Also auch Dir und mir! Hier und heute!

Wenn man sich ein Ziel setzt, muss man auch irgendwo anfangen. So hat auch Jesus angefangen. Damals in der Synagoge, und dann, als er seine ersten Nachfolger berief: z.B. den Simon, der zum Petrus wurde, und heute als der Begründer der christlichen Kirche gilt.

Wenn man sich mit Zielen beschäftigt, wird einem oft recht schnell klar, dass man nicht alles auf einmal schaffen kann. Entweder ist das Ziel zu hoch gegriffen oder schier alleine nicht zu bewältigen. Und nicht auf einmal. Man muss sich Etappenziele setzen. So wie bei der Tour de France. Auch dort gibt es kleinere Etappen und erst dann die glorreiche Einfahrt auf die Champs Elysées. Nach viel harter Arbeit, aufs und abs, Bergetappen und Sprintstrecken ist man endlich am Ziel.

Genauso verhält es sich mit dem Auftrag Jesu, auch Missionsbefehl genannt.

Jesus hatte nach seinem Tod und seiner Auferstehung 11 Nachfolger.
Gut 2000 Jahre nach seinem Tod sind es 2,03 Milliarden. Schon kurz nach seiner Rückkehr in den Himmel hatte er hunderte von Nachfolgern, binnen weniger Wochen. Viele von ihnen wurden verfolgt, getötet, gekreuzigt oder starben im Kolosseum von Rom. Man hatte versucht sie auszurotten. Und doch wurden es immer mehr.

Auch heute steigt die Zahl der Christen, die Frohe Botschaft, das Evangelium, hat durch „Botschafter“ Jesu Christi nahezu alle Ländern der Erde erreicht. Auch heute lassen sich noch Menschen im Jordan taufen (s. Stern.de vom 07.10.2009), wo einst Jesus sich von Johannes dem Täufer taufen ließ und ihn danach selber getauft hat.

Hat es auch Dich erreicht? Bist Du bereit, die Frohe Botschaft anzunehmen und sie an andere weiterzugeben? So wie es Jesus getan hat und es es uns befohlen hat?

Abschließend noch die treffende Erklärung von tivi.de, einem deutschen Sender mit Nachrichten für Kinder:

„Das Christentum ist eine der großen Religionen der Welt. Die Gemeinschaft der Christen folgt den Lehren von Jesus Christus. Jesus Christus ist so enorm wichtig für viele Menschen, dass seine Geburt in einem Stall in der Stadt Betlehem vor gut 2.000 Jahren auch der Beginn unserer Zeitrechnung ist. Wenn man also 1996 geboren ist, bedeutet das 1.996 Jahre nach der Geburt von Jesus Christus.

Das heilige Buch der Christen
Die Christen glauben, dass Jesus Christus als Sohn Gottes auf die Erde kam, um die Menschen zu retten. Das heilige Buch der Christen heißt Bibel. Darin gibt es das Alte und Neue Testament. Im Alten Testament geht es um die Zeit vor der Geburt von Jesus. Das Neue Testament schildert unter anderem das Leben von Jesus von seiner Geburt über seine Zeit als Prediger und Wunderheiler bis zu seinem Tode am Kreuz.“

Quelle: www.tivi.de/fernsehen/logo/artikel/15233/index.html

(mk)

Im Auftrag Gottes

Kennen Sie die Abkürzung i.A.? Oder ppa?

Dann sind Sie wahrscheinlich in einem Büro oder in einer Firma tätig, in der Sie im Auftrag oder per prokura für jemanden handeln und zeichnen / unterschreiben dürfen.

Das heißt, dass jemand Ihnen die Vollmacht gegeben hat, Dinge in seinem Namen zu tun.

Allerdings heißt das dann auch, da man für jemanden unterschreibt, dass man die Verantwortung dieser Unterschrift auf sich nimmt. Also sollte man genau prüfen, was man da eigentlich unterschreibt. Deshalb legt man besonders wichtige Dinge manchmal auch noch einer(m) Vorgesetzten vor Abgang hin, um sie “absegnen” zu lassen. Dann geht die Last der Verantwortung auf denjenigen über, der unterschreibt.

Ich möchte Sie nicht mit Bürokram nerven, ich habe mir bloß vorgestellt und versucht meine Gedanken aufzuschreiben, was es eigentlich heißt, im Namen Gottes zu handeln. Das heißt im Auftrag Gottes. Das heißt mit seiner göttlichen Vollmacht. Auch Hollywood hat sich diesem Thema medial angenommen, in dem Film “Bruce Allmächtig”.

Als Jesus damals vor 2000 Jahren auf dieser Erde war, handelte er im Auftrag Gottes. Seines Vaters. Er bekräftigt dies in mehreren Aussagen: “Und wer mich sieht, der sieht den, der mich gesandt hat” (Johannes 12,45 Luther 1984). Im Johannesevangelium allein kommt der Begriff “gesandt” mehr 20 mal (genau 28 nach Luther 1984) vor. Hier nur ein paar Texte zum Nachlesen (Joh 5,20/36-38; 6,29/39; 6,44/57; Joh 7,16/18; 7,28/29; 7,33; 8,16/26; 12;44/45; 12,49).

Jesus war also ein “Gesandter” Gottes. Und der, der ihn gesandt hatte, war nach seinen Angaben sein Vater, s. Joh. 12,49 (Luther 1984).

Nun hätte Jesus ja viel von sich behaupten können. Und ohne seine Taten bzw. ohne die Wunder, die er lt. Evangelium vollbracht hat, wäre er in manchen Augen ein Prophet, ein Zauberer aber vielleicht auch nur ein Schwindler. Dass Jesus zu dem angegebenen Zeitpunkt gelebt hat, steht historisch fest. Das haben mehrere unabhängige Geschichtsschreiber bestätigt. Viel überzeugender, als all die Wunder die Jesus tat, sind allerdings die Bibelstellen, die über ihn geschrieben wurden und die er immer wieder ansprach.

Jesus sagt an einer Stelle im Johannesevangelium (5,36; Luther 1984) folgendes:

“Ich aber habe ein größeres Zeugnis als das des Johannes; denn die Werke, die mir der Vater gegeben hat, damit ich sie vollende, eben diese Werke, die ich tue, bezeugen von mir, dass mich der Vater gesandt hat.”

Jesus hat Kranke geheilt (Lukas 8,40 ff), Blinde sehend gemacht (Mt. 9,27ff), Verkrüppelte geheilt (Mt. 15,30), Lahme aufgerichtet (Mt 9, 1 ff), Dämonen ausgetrieben (Mt. 8,16 ff), Tote auferweckt (Joh. 11, 1 ff). Das war in der damaligen Zeit einzigartig. Und auch heute würden wir diese “Werke, die mir der Vater gegeben hat” als Wunder ansehen.

Im Alten Testament steht im Buch des Propheten Jesaja (ebenfalls eines durch Gott Gesandten) Jesaja 61,1-2:

»Der Geist des Herrn ist auf mir, weil er mich gesalbt hat, zu verkündigen das Evangelium den Armen; er hat mich gesandt, zu predigen den Gefangenen, dass sie frei sein sollen, und den Blinden, dass sie sehen sollen, und den Zerschlagenen, dass sie frei und ledig sein sollen zu verkündigen das Gnadenjahr des Herrn.

Jesaja war ein Prophet, der im Jahr 739 v. Chr. zum Propheten berufen wurden. Also rund 700 Jahre vor Jesu Geburt.

Diese Stelle liest Jesus mit 12 Jahren in der Synagoge in Jerusalem. Das war eine Seltenheit, dass ein 12-jähriger Sohn eines einfachen Handwerkers (Zimmermanns) lesen konnte. Und er las nicht nur, sondern unterhielt sich mit jüdischen Rabbinern, also Professoren der Schrift und des Rechts der damaligen Zeit (Lukas 4, 18ff). Und jeder war erstaunt mit welcher Vollmacht und Eloquenz Jesus sprach.

Dass Jesus Tote zum Leben auferweckte und selbst nach dem Tod am Kreuz auferstanden ist, ist bis heute ein Wunder. Etwas Niedagewesenes. Etwas Unübertroffenes.

Als Jesus am Kreuz starb, gab es Menschen, die erkannt haben, dass er Gottes Sohn war. Davon ist in Matthäus 27, 52 (Luther 1984) berichtet:

“Und die Erde erbebte und die Felsen zerrissen, und die Gräber taten sich auf und viele Leiber der entschlafenen Heiligen standen auf und gingen aus den Gräbern nach seiner Auferstehung und kamen in die heilige Stadt und erschienen vielen.”

Als aber der Hauptmann und die mit ihm Jesus bewachten das Erdbeben sahen und was da geschah, erschraken sie sehr und sprachen: Wahrlich, dieser ist Gottes Sohn gewesen!

Über Jesus, den Gesandten Gottes oder Propheten, wurden über 100 Prophezeihungen im Alten Testament gemacht. Jede einzelne dieser Prophezeihungen hat sich im Neuen Testament erfüllt. Als Beispiel nur diese beiden:

Johannes 19, 32-33 (Luther 1984):

“Da kamen die Soldaten und brachen dem Ersten die Beine und auch dem andern, der mit ihm gekreuzigt war. Als sie aber zu Jesus kamen und sahen, dass er schon gestorben war, brachen sie ihm die Beine nicht; sondern einer der Soldaten stieß mit dem Speer in seine Seite, und sogleich kam Blut und Wasser heraus. Und der das gesehen hat, der hat es bezeugt, und sein Zeugnis ist wahr, und er weiß, dass er die Wahrheit sagt, damit auch ihr glaubt. Denn das ist geschehen, damit die Schrift erfüllt würde (2.Mose 12,46): »Ihr sollt ihm kein Bein zerbrechen.« Und wiederum sagt die Schrift an einer andern Stelle (Sacharja 12,10): »Sie werden den sehen, den sie durchbohrt haben.«

Johannes 19,23 und die Parallelstelle in Psalm 22,19

Diese Prophezeihungen, die Jahrhunderte auseinander liegen und das Evangelium, lassen mich persönlich daran glauben, dass Jesus der war, für den er sich ausgab.

So wahr mir Gott helfe. Amen!

Amazing grace…

…how sweet the sound that saved a wretch like me…

Dieses Spiritual (Gospel) ist wahrscheinlich eines der bekanntesten Werke, wenn nicht das Bekannteste. Unzählige Sängerinnen und Sänger haben es bereits gesungen. Im Gospel-Bereich gehört es zu den Standardwerken. Und dennoch kann ich persönlich davon nicht genug bekommen. Auch wenn ich es schon tausende Male gehört habe. Und jedes Mal ist es wieder schön. Jedes Mal läuft mir ein Schauer den Rücken runter, wenn jemand es gut und mit vollem Einsatz singt.

Elvis hat es gesungen. Leanne Rhymes auch. Und so viele andere bekanntere und unbekanntere Sänger.

Man muss nicht religiös sein, um es zu kennen. (http://de.wikipedia.org/wiki/Amazing_Grace)

Aber weißt Du überhaupt, was da gesungen wird? Weißt Du, worum es zwischen den Zeilen und ganz wortwörtlich geht?

Hier noch mal den Text der ersten Strophe:

Amazing grace…how sweet the sound
that saved a wretch like me…
I once was lost, but now I am free,
was blind, but now I see

Meiner Meinung nach kann es dabei nur um folgenden Text der Bibel gehen. Auch einen, der sehr bekannt ist:

Er steht in Johannes 3, 16 ff (hier in der Übersetzung der Gute Nachricht Bibel)

Gott hat die Menschen so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hergab. Nun werden alle, die sich auf den Sohn Gottes verlassen, nicht zugrunde gehen, sondern ewig leben.

Und weiter:
Gott sandte den Sohn nicht in die Welt, um die Menschen zu verurteilen, sondern um sie zu retten. Wer sich an den Sohn Gottes hält, wird nicht verurteilt. Wer sich aber nicht an ihn hält, ist schon verurteilt, weil er Gottes einzigen Sohn nicht angenommen hat.

Die weiteren Strophen des Liedes sind wahrscheinlich nicht mehr so bekannt … genauso wie die weiteren Verse dieses Textes.

Worum geht es da eigentlich?

Gott sandte seinen Sohn, Jesus Christus, als Menschen in die Welt. Um unter uns Menschen zu leben. Wie ein Mensch. Mit den selben Problemen und Nöten wie wir Menschen. Ihn plagte Hunger, er war durstig, er hatte (wenn auch keine leiblichen) Eltern, die ihn zurechtwiesen. So weit, so gut.

Doch die Geschichte geht weiter: das Kindlein aus der Krippe wurde groß. Mit ca. 27 Jahren wurde Jesus das erste Mal aktiv. Auf der Hochzeit zu Kanaan. Als er Wasser in den wahrscheinlich besten Wein der damaligen Zeit verwandelte. Selbst der “Sommelier” oder damals Weinmeister war überrascht.

In den nächsten 6 Jahren seines kurzen Erdenlebens dreht Jesus so richtig auf: aus ihm wird ein Superstar, ein A-Prominenter der damaligen Zeit. Jeder kennt ihn. Und spricht über ihn. Er hat die Gabe, Kranke zu heilen und Krüppel zum Gehen zu bringen. Er macht Auslandsreisen. Er wird (schon als Baby) als der neue König der Juden gehandelt. Der Israel aus der Besatzung der Römer befreien soll. Deswegen wollte man ihn töten.

Er stellt die Sitten der damaligen Zeit auf den Kopf. Er legt sich mit den religiösen Führern an. Diese wollen ihn umbringen lassen. Doch sie haben Angst vor dem Volk. Jesus ist ein begnadeter Redner, er hätte ganze Stadien füllen können, wenn es sie dort gegeben hätte. Und viele seiner Grundsätze gelten bis in die heutige Zeit. Aus der Bergpredigt kennt man den abgeleiteten Satz: Behandle Deine Mitmenschen so, wie sie Dich behandeln sollen. Richte nicht, so dass Du nicht gerichtet wirst.

Das sind goldene Regeln des Zusammenlebens. Und sie stammen von Jesus Christus.

Immer wieder strömen Menschen zu Jesus, um von ihm zu hören, sich heilen zu lassen und für andere Menschen zu bitten. Und manche sucht sich Jesus aus, wie den Zöllner (damals so unbeliebt wie heutzutage der Fiskus) und geht in sein Haus und isst mit ihm zusammen.

Seine engsten Freunde (die Jünger) verstehen ihn manchmal nicht. Denn er spricht Dinge an, die nicht von dieser Welt sind. Dinge, die erst in der Zukunft geschehen würden.

Durch einen Trick schaffen es die religiösen Führer, Jesus festzunageln. Und er lässt es geschehen. Jesus wird von dem Römer Pilatus zum Tode verurteilt. Unschuldig. Er wird ans Kreuz genagelt und stirbt den schändlichsten Tod der damaligen Zeit. Und einige erkennen. Dieser Mann war kein Verbrecher. Das war Gottes Sohn!

Seltsame Geschichte, aber nicht das Ende! Nein, erst jetzt offenbart sich der Plan Gottes. Der Plan, den er Hunderte von Jahren durch seine Propheten verkünden und aufschreiben ließ!

Nein, nach drei Tagen ist sein Grab leer. Er ist zunächst spurlos verschwunden. Und dann taucht er wieder auf und seine Freunde und ihm Nahe stehenden erkennen ihn. Er ist noch eine Zeit unter ihnen und geht dann wieder dort hin, von wo er kam. In den Himmel. Zu seinem Vater. Zu Gott.

Jetzt kommt die spannende Frage: Warum diese Geschichte? Und ist es (nur) eine Geschichte? Oder ist es Wahrheit? Christen in den kommenden 300 Jahren sind für Jesus Christus durch dick und dünn gegangen. Sie sind für ihn gestorben. Am Kreuz oder durch die Römer. Im Kollosseum von Rom. Durch wilde Tiere. Jeder Versuch, diese frohe Botschaft zu vertuschen, scheiterte. Über Jahrhunderte!

Wenn es wahr ist, dann gibt es nur zwei Möglichkeiten: Entweder ich glaube daran oder ich glaube nicht daran.

Und das ist der springende Punkt. Darum geht es in Johannes 3, 17 f.

Der Schreiber des Liedes “Amazing Grace” glaubt daran. Auch ich glaube daran.

Und Du?

(Matthias Kundt)

Lebendiges Wasser

Stellen Sie sich vor: Sie sind in einer heißen, staubigen Umgebung. Auf Ihren Schuhen tragen Sie Wüstensand mit sich herum und Sie sind seit Stunden unterwegs und haben nichts getrunken. Sie denken wahrscheinlich: Wenn ich nach Hause komme, nehme ich mir eine Flasche Wasser aus dem Kühlschrank und eine Dusche.

Hier in Kairo und auch in anderen heißen Ländern stehen auf den Straßen chromfarbene Wasserspender, aus denen sich jeder kostenfrei Wasser holen kann. Das Wasser wird ständig gekühlt und kommt frisch aus dem Wasserhahn. Als Ausländer mit empfindlichen Magen sollte man davon allerdings nicht trinken.

Ich habe mir einen ähnlichen Wasserspender für zu Hause bestellt. Der Gedanke, nach einem stressigen Bürotag und Stau im heißen Auto nach Hause zu kommen und auf Knopfdruck frisches, eisgekühltes Wasser zu trinken, ist sehr verlockend. Daneben ist es sehr einfach. Das Gerät ist ständig bereit und kann auch heißes Wasser bereiten. Man muss nur ab und zu das Wassergefäß austauschen.

Wenn Ihr Mund jetzt wässerig geworden ist, dann wissen Sie, was es bedeutet, von diesem Wasser zu trinken oder sie haben eine gute Phantasie. Wenn nicht, dann empfehle ich Ihnen: probieren Sie es doch einfach mal aus!

Wasser ist ein sehr guter Durstlöscher und Erfrischer. Man sollte 1,5 Liter am Tag trinken, am besten
Wasser. In heißen Ländern, wie Ägypten, bis zu 3 Liter. Wasser ist lebensnotwendig für den Menschen! Wenn das Wasser rein ist und frisch. Dann ist es auch sehr gesund für den Menschen.

Jetzt fragen Sie sich wahrscheinlich, was das mit lebendigem Wasser zu tun hat?

Jesus Christus sprach eben von diesem Wasser. An mehreren Stellen (Johannes 4/Offenbarung 21,6). Er selbst ist der Wasserspender, der uns mit seinem frischen und reinen Wasser erfrischen möchte. Sein Wasser ist sowohl heilend als auch erfrischend. Und das Beste: ER gibt es uns umsonst. Das hat er selbst gesagt. Damals vor 2000 Jahren. In einem Umfeld wie dem oben beschriebenen. Jeder Zuhörer der damaligen Zeit wusste, was Jesus damit meinte. Man war sehr oft unterwegs. Zu Fuß. In staubiger Hitze. Mehrere Stunden oder Tage.

Er benutzte diese Metapher, um etwas damit auszudrǘcken. Er spricht von seinem Wort, der heiligen Schrift. Seinem Wasser des Lebens. Das er uns geben möchte. Kostenfrei. Dieses Wasser des Lebens soll uns erfrischen, heilen, Trost spenden und unseren Kontakt zu Jesus Christus “frischhalten”. Und uns erneuern. In Verbindung mit dem besten Wasserspender, den Jesus Christus uns geben kann: seinem Heiligen Geist.

Wer einmal von diesem Wasser gekostet hat, kommt immer wieder an seinen Brunnen zurück und lässt sich von ihm erfrischen. Genauso wie Wasser für unseren Organismus lebensnotwendig ist, ist es sein Wort für uns! Wir bestehen zu
75 % aus Wasser. Ohne Wasser würden wir nicht überleben! Trinken wir also täglich davon.

Den Unterschied merken Sie binnen kürzester Zeit.

(Matthias Kundt)

Nebenbemerkung:
Die Bibel spricht in 606 Versen von Wasser. Gott ließ Wasser in der Wüste durch Mose aus einem Felsen kommen. Jesus verwandelte Wasser in Wein. Die Taufe wird mit Wasser durchgeführt.

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