Adventszeit – oder: die 3 Geschenke Gottes an uns Menschen

Eine gestresste Mutti schleppt sich bepackt mit dutzenden Taschen durch das nasskalte Berlin. Der Bürgersteig, die Straßen und die Kaufhäuser sind voll mit Menschen. Anscheinend hatten noch viele andere diese Idee. Es regnet und weht ein scharfer kalter Wind. Sie fröstelt. Und ihre Taschen werden immer schwerer. Sie stellt ihre Taschen einen Moment ab und atmet durch. Nach ein paar Minuten geht es weiter. Sie hat noch so viel zu erledigen heute. Und vor allem muss sie noch Geschenke für ihre 3 Kinder und ihren Mann kaufen. Bevor die Geschäfte schließen. An einer Stelle wird sie fast von einem Weihnachtsmann umgerempelt. Überall blitzt und blinkt es.

So oder so ähnlich kennen wir das vermutlich alle. Das Geschenkekaufen in der Adventszeit wird zum regelrechten Stress. An Weihnachten macht der Einzelhandel das beste Geschäft des Jahres. Darauf wartet jeder Händler. Und Krise hin oder her, wir Deutschen kaufen die Geschäfte leer.

Warum eigentlich? Sicher, das sogenannte „Fest der Liebe“. Wessen Liebe eigentlich? Die Liebe des Einzelhändlers zu seinen Kunden? Die Liebe des Einzelnen zu seinen Mitmenschen? Ausgedrückt in einem kleinen Geschenk für max. 9,99 € ? Oder doch etwas anderes?

Nein, das „Fest der Liebe“ hat eigentlich mit der Liebe Gottes zu seinen Geschöpfen, den Menschen, zu tun. Sie fragen jetzt: welches Geschenk kann mir Gott schon machen? Ein Gebetsbuch? Eine Gebetsbank? Nett eingepackt mit goldener Schleife?

Oder Sie fragen sich vielleicht: Was würde Gott mir persönlich schenken? Und wie macht Gott das mit dem ganzen Einkaufsstress? Ich meine, 6,9 Milliarden Menschen soll Gott an einem Tag beschenken? Wie macht er das nur?

Er hat es schon gemacht. Das größte und teuerste Geschenk seines langen Lebens. Ein nie dagewesenes Geschenk an uns Menschen. Von unvorstellbarem persönlichen Wert für Gott! Und nicht mal eben im Vorbeigehen für uns gekauft. Vermutlich hat Gott über dieses Geschenk sehr lange nachgedacht. Schließlich sollte es ein Geschenk für jeden einzelnen seiner Menschen sein! Für jeden Einzelnen der 6,9 Milliarden. Eigentlich hätte Gott damit eine Doppelseite im Guiness-Buch der Rekorde verdient. Das ist rekordverdächtig. Ein Geschenk für 6,9 Milliarden Menschen gleichzeitig an einem Tag! Mit Langzeitwirkung.

Sie fragen sich vielleicht: welches Geschenk meint der denn jetzt?

Jesus Christus. Das mag Ihnen jetzt etwas komisch vorkommen, doch es ist so. Als Gott sich überlegte, was er uns schenken kann, hat er nachgedacht. Und er hat uns das ewige Leben geschenkt! Das Kostbarste was er besaß! Seinen eigenen Sohn Jesus Christus (Johannes 3,16). Jesus Christus kam auf diese Welt, damit wir Menschen, leben können. In Ewigkeit. Dazu müssen wir nichts tun. Außer eines: wir müssen daran glauben, dass Gott seinen Sohn für uns geopfert hat, damit wir leben können.

Warum? Weil wir Menschen seit der Vertreibung Adams und Evas vor Gott nicht bestehen können und eigentlich sterben müssten. Denn Gott ist gerecht. Wir haben den Tod verdient. Und er könnte uns auf der Stelle vernichten.

Doch Gott liebt uns! Deswegen hat er seinen Sohn Jesus Christus in diese Welt geschickt. Erst als Baby, aber dann als Sohn Gottes! Die Geschichte hört nicht bei Weihnachten auf. Zum Glück für uns Menschen!

Nein, sie geht weiter! Bis Ostern. Und auch dort, als Jesus Christus am Kreuz von Golgatha starb, war diese Geschichte nicht vorbei!

Nein, Jesus Christus hat den Tod besiegt! Er ist für uns am Kreuz gestorben und hat danach den Tod besiegt. Für das was uns von Gott trennt: nämlich die Sünde, für die wir eigentlich an seiner Stelle sterben müssten. Dadurch hat Gott uns durch Jesus Christus den Weg zu ihm ermöglicht.

Und nicht nur das: Jesus hat gesagt, wer an ihn glaubt, der hat das ewige Leben!

Und jetzt kommt etwas Interaktion in die Geschichte: Bisher hat Gott uns beschenkt. Jetzt sind wir an der Reihe: Alles, was wir tun müssen, ist Gott zu vertrauen und ihm den Glauben zu schenken, dass Jesus Christus wirklich für unsere Sünde am Kreuz gestorben ist und von den Toten auferstanden ist! Genau so, wie es in seinem Wort, der Bibel, das er uns ebenfalls geschenkt hat, steht.

Was für eine Geschichte!

Leider vergessen wir Menschen das sehr schnell, bei den ganzen Erledigungen, die wir in der Adventszeit machen müssen.

Doch dieses Jahr kann es anders sein: Wir können uns darauf besinnen, was Advent heißt: das Warten auf das zweite Kommen Jesu auf diese Erde.

Was wird dabei anders sein? In den Evangelien steht es: Jesus kommt alles König der Könige auf diese Erde und nimmt diejenigen mit sich, die vorher an ihn geglaubt haben. Ein First-Class-Ticket in den Himmel. Und nicht nur das, Gott macht uns das dritte Geschenk:

Eine neue Welt, das neue Jerusalem. Eine exklusive Wohnung in der goldenen Stadt, in bester Lage, im himmlischen Palast Gottes. Ohne Leid, ohne Kummer, ohne Tod, ohne Schmerz und ohne Tränen. (frei nach Offenbarung)

Bist Du bereit, diese 3 Geschenke Gottes anzunehmen?

(mk)

Amazing grace…

…how sweet the sound that saved a wretch like me…

Dieses Spiritual (Gospel) ist wahrscheinlich eines der bekanntesten Werke, wenn nicht das Bekannteste. Unzählige Sängerinnen und Sänger haben es bereits gesungen. Im Gospel-Bereich gehört es zu den Standardwerken. Und dennoch kann ich persönlich davon nicht genug bekommen. Auch wenn ich es schon tausende Male gehört habe. Und jedes Mal ist es wieder schön. Jedes Mal läuft mir ein Schauer den Rücken runter, wenn jemand es gut und mit vollem Einsatz singt.

Elvis hat es gesungen. Leanne Rhymes auch. Und so viele andere bekanntere und unbekanntere Sänger.

Man muss nicht religiös sein, um es zu kennen. (http://de.wikipedia.org/wiki/Amazing_Grace)

Aber weißt Du überhaupt, was da gesungen wird? Weißt Du, worum es zwischen den Zeilen und ganz wortwörtlich geht?

Hier noch mal den Text der ersten Strophe:

Amazing grace…how sweet the sound
that saved a wretch like me…
I once was lost, but now I am free,
was blind, but now I see

Meiner Meinung nach kann es dabei nur um folgenden Text der Bibel gehen. Auch einen, der sehr bekannt ist:

Er steht in Johannes 3, 16 ff (hier in der Übersetzung der Gute Nachricht Bibel)

Gott hat die Menschen so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hergab. Nun werden alle, die sich auf den Sohn Gottes verlassen, nicht zugrunde gehen, sondern ewig leben.

Und weiter:
Gott sandte den Sohn nicht in die Welt, um die Menschen zu verurteilen, sondern um sie zu retten. Wer sich an den Sohn Gottes hält, wird nicht verurteilt. Wer sich aber nicht an ihn hält, ist schon verurteilt, weil er Gottes einzigen Sohn nicht angenommen hat.

Die weiteren Strophen des Liedes sind wahrscheinlich nicht mehr so bekannt … genauso wie die weiteren Verse dieses Textes.

Worum geht es da eigentlich?

Gott sandte seinen Sohn, Jesus Christus, als Menschen in die Welt. Um unter uns Menschen zu leben. Wie ein Mensch. Mit den selben Problemen und Nöten wie wir Menschen. Ihn plagte Hunger, er war durstig, er hatte (wenn auch keine leiblichen) Eltern, die ihn zurechtwiesen. So weit, so gut.

Doch die Geschichte geht weiter: das Kindlein aus der Krippe wurde groß. Mit ca. 27 Jahren wurde Jesus das erste Mal aktiv. Auf der Hochzeit zu Kanaan. Als er Wasser in den wahrscheinlich besten Wein der damaligen Zeit verwandelte. Selbst der “Sommelier” oder damals Weinmeister war überrascht.

In den nächsten 6 Jahren seines kurzen Erdenlebens dreht Jesus so richtig auf: aus ihm wird ein Superstar, ein A-Prominenter der damaligen Zeit. Jeder kennt ihn. Und spricht über ihn. Er hat die Gabe, Kranke zu heilen und Krüppel zum Gehen zu bringen. Er macht Auslandsreisen. Er wird (schon als Baby) als der neue König der Juden gehandelt. Der Israel aus der Besatzung der Römer befreien soll. Deswegen wollte man ihn töten.

Er stellt die Sitten der damaligen Zeit auf den Kopf. Er legt sich mit den religiösen Führern an. Diese wollen ihn umbringen lassen. Doch sie haben Angst vor dem Volk. Jesus ist ein begnadeter Redner, er hätte ganze Stadien füllen können, wenn es sie dort gegeben hätte. Und viele seiner Grundsätze gelten bis in die heutige Zeit. Aus der Bergpredigt kennt man den abgeleiteten Satz: Behandle Deine Mitmenschen so, wie sie Dich behandeln sollen. Richte nicht, so dass Du nicht gerichtet wirst.

Das sind goldene Regeln des Zusammenlebens. Und sie stammen von Jesus Christus.

Immer wieder strömen Menschen zu Jesus, um von ihm zu hören, sich heilen zu lassen und für andere Menschen zu bitten. Und manche sucht sich Jesus aus, wie den Zöllner (damals so unbeliebt wie heutzutage der Fiskus) und geht in sein Haus und isst mit ihm zusammen.

Seine engsten Freunde (die Jünger) verstehen ihn manchmal nicht. Denn er spricht Dinge an, die nicht von dieser Welt sind. Dinge, die erst in der Zukunft geschehen würden.

Durch einen Trick schaffen es die religiösen Führer, Jesus festzunageln. Und er lässt es geschehen. Jesus wird von dem Römer Pilatus zum Tode verurteilt. Unschuldig. Er wird ans Kreuz genagelt und stirbt den schändlichsten Tod der damaligen Zeit. Und einige erkennen. Dieser Mann war kein Verbrecher. Das war Gottes Sohn!

Seltsame Geschichte, aber nicht das Ende! Nein, erst jetzt offenbart sich der Plan Gottes. Der Plan, den er Hunderte von Jahren durch seine Propheten verkünden und aufschreiben ließ!

Nein, nach drei Tagen ist sein Grab leer. Er ist zunächst spurlos verschwunden. Und dann taucht er wieder auf und seine Freunde und ihm Nahe stehenden erkennen ihn. Er ist noch eine Zeit unter ihnen und geht dann wieder dort hin, von wo er kam. In den Himmel. Zu seinem Vater. Zu Gott.

Jetzt kommt die spannende Frage: Warum diese Geschichte? Und ist es (nur) eine Geschichte? Oder ist es Wahrheit? Christen in den kommenden 300 Jahren sind für Jesus Christus durch dick und dünn gegangen. Sie sind für ihn gestorben. Am Kreuz oder durch die Römer. Im Kollosseum von Rom. Durch wilde Tiere. Jeder Versuch, diese frohe Botschaft zu vertuschen, scheiterte. Über Jahrhunderte!

Wenn es wahr ist, dann gibt es nur zwei Möglichkeiten: Entweder ich glaube daran oder ich glaube nicht daran.

Und das ist der springende Punkt. Darum geht es in Johannes 3, 17 f.

Der Schreiber des Liedes “Amazing Grace” glaubt daran. Auch ich glaube daran.

Und Du?

(Matthias Kundt)

Der größte Liebesbeweis

Kennst Du das auch? Du siehst etwas und denkst: Mensch, warum liegt das dort? Und Du fragst Dich, wie es dort hingekommen ist? Du erinnerst Dich genau: das Ding hast Du erst vorgestern an seinen Platz geräumt? Jetzt musst Du Dich entscheiden: stehst Du auf und räumst es wieder an die Stelle, die Du Dir dafür ausgesucht hast oder bleibt es dort liegen, bis es Dich wieder stört? Vielleicht fällt es Dir auch ein, manchmal ist das so, dass man rekonstruieren kann, wie etwas an seinen Platz gekommen ist.

Als ich ein Kind war, brachte meine Mutter mir bei, aufzuräumen und alles schön sauber zu halten. Ich weiß noch, wie schwer das war. Meine Mutter bat mich um etwas und ich war gerade in einer sehr viel interessanteren Ritterschlacht meiner selbst gebauten Ritterburg. Alles war in dem Moment wichtiger als die Bitte meiner Mutter. Obwohl ich sie geliebt habe (und immer noch liebe)!

Ich denke, heute, als Erwachsener ist das nicht viel anders. Den Müll runterzubringen, zum Beispiel. Dein Partner, den Du über alles liebst, für den Du bis ans Ende der Welt gehen würdest, bittet Dich gerade, den Müll runterzubringen. Du bist gerade in einem spannenden Fußballspiel oder einer anderen spannenden Tätigkeit. Du sagst: „Ja, Schatz…“ Und hast es in diesem Moment abgehakt. Aber nicht gespeichert. Und später, wenn Deine spannende Tätigkeit vorbei ist, erinnerst Du Dich nicht mehr daran. Dein Partner aber sehr wohl. Und spätestens dann, wenn er/sie Dich anspricht, weißt Du, Du hast was vergessen… Dann fällt es Dir siedendheiß ein. Und Du suchst einen Vorwand, um zu erklären, warum Du das nicht erledigt hast.

Ich meine, Du hast Deinem Partner geschworen, für ihn bis ans Ende der Welt zu gehen und schaffst nicht mal den Weg aus dem dritten Stock runter zur Mülltonne? Da kann doch etwas nicht stimmen!

Auch bei den Jüngern Jesu hat einer diese schmerzliche Erfahrung machen müssen. Petrus, der Fels, auf dem Jesus seine Gemeinde bauen wollte. Als der Hahn das dritte Mal krähte, fiel es Petrus siedend heiß ein, was er Jesus versprochen hatte. Und dass Jesus ihm das vorausgesagt hatte. Und er war zu Tode betrübt. Er hatte Jesus verraten, als dieser ihn am nötigsten brauchte. Diese Situation kam auch später noch einmal, im Garten Gethsehmane. Jesus hatte seine Jünger, seine treusten Freunde, gebeten, mit ihm in seiner schwersten Stunde wach zu bleiben und mit ihm zu beten. Und als er wieder kam, schliefen sie alle. Diese Männer waren mit Jesus durch dick und dünn gegangen, aber in dieser Stunde vor Jesu Gefangennahme, hatten sie ihn im Stich gelassen.

Genauso ist es im Leben eines Menschen in seiner Beziehung zu Gott. Wenn Du getauft bist, hast Du Jesus Dein Leben anvertraut und ihm Liebe bis ans Ende der Welt, ja sogar darüber hinaus geschworen. Du möchtest Deinen Weg täglich mit ihm gehen. Du möchtest täglich mit ihm sprechen. Du möchtest für ihn da sein, wie für einen sehr guten Freund. In der Theorie ist er Dein ein und alles. Und in der Praxis? Wie schwer fällt es im Alltag, den Willen Gottes zu tun? So zu handeln, wie Jesus es tun würde? Und wie viel ist mir mein Glaube an Jesus im Alltag wert? Wenn ich gefragt werde, ob ich Christ bin? Und warum? Warum fällt es mir im Gottesdienst so einfach, alles zu bejahen, was der Pastor gerade erzählt und in dieser Situation so schwer?

Ich glaube, es liegt in der Natur des Menschen, unvollkommen, ja unvollendet, zu sein. Immer nach mehr und Höherem zu streben. Jemand, der schon alles hat, braucht trotzdem immer mehr. Und wenn er am Ende ist, wenn er die Welt besitzt und dahinter nichts ist, verzweifelt er. Höher, schneller, weiter, das ist die Devise. Und am Ende tiefer. Je höher der Stand(punkt), desto tiefer der Fall, das ist elementare Physik. Trotzdem dürfen wir daran nicht verzweifeln! Gott liebt uns mit unseren Schwächen, mit unseren Sünden. Er liebt nicht die Sünde, aber er liebt uns. Jeden Einzelnen von uns. Und er weiß, dass wir Fehler machen. Und dass wir immer wieder Fehler machen werden und immer wieder, so lange wir Menschen auf dieser Erde sind!

Und dennoch hat er seinen Sohn, seinen geliebten Sohn, für uns bluten lassen. Am Kreuz von Golgatha. An der schändlichsten Stelle der damaligen Zeit, die man sich überhaupt vorstellen konnte. Für uns!

Das ist für mich der größte Beweis der Liebe Gottes zu den Menschen!

Und jetzt kommt der Moment sich zu entscheiden. Bringe ich den Müll runter?

Nehme ich diese Liebe Gottes an? Und gestehe damit gleichzeitig ein, dass ich unvollkommen, voller Fehler und Sünde bin? Und dass ich SEINE Vergebung nötig habe? Oder lebe ich weiterhin mit meiner Unvollkommenheit und meinen kleinen und größeren Sünden?

Dass ich Jesus die Treue geschworen habe in der Taufe, ist nicht etwa das Ende des Weges, sondern der Anfang einer langen Reise. Zu einem großen Ziel. Aber: Ich darf gewiss sein, dass mein treuer Freund Jesus diesen beschwerlichen Weg mit mir zusammen geht und mich niemals im Stich lassen würde! Niemals! Und dass er mir meine Fehler vergibt, wenn ich ihn darum bitte!

Es kommt auf mich an: Halte ich ihm die Treue?

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