Danke, Papa!

Danke, Papa (lieber Gott),
danke, dass Du so gut zu mir bist!
danke, dass Du mich liebst und mich niemals aufgibst!

Dein Kind

Der verlorene Sohn

Der verlorene Sohn (NT; Lukas 15,11)

Wie glücklich müssen sich Eltern fühlen, wenn sie das erste Kind bekommen. Sicher, der Weg dahin ist voller Strapazen, vor allem für die Mutter. Aber auch für den Partner. Durch die Schwangerschaft verändert sich die Partnerin, rein körperlich, aber auch in ihrem Verhalten. Sie kann launisch sein, sie ist zwar nicht krank, nur weil sie schwanger ist, aber in ihrem Denken, Fühlen und Handeln verändert sich etwas. Das kann auch für den Partner eine schwierige Zeit sein.

Und mehr noch: Auf einmal sind ganz andere Dinge wichtig. Ein mentaler Veränderungsprozess findet statt. Wenn aus Menschen Eltern werden, findet eine mentale und psychische Veränderung statt. Ein bis dato unbekannter Reifeprozess. Zwischen dem Kind und den Eltern entsteht i.d.R. eine tiefe Bindung. Zwischen der Mutter und dem Kind vielleicht ein Stück weit mehr, als zwischen Vater und Sohn oder Tochter. Eltern entwickeln einen Beschützerinstinkt. Sie spüren, wenn sich ihre Kinder in Gefahr begeben.

Es gibt Momente, in denen sind Eltern machtlos. Wenn in der Pubertät aus Kindern kleine Monster werden. Gegen Hormone und die damit verbundenen Veränderungen kann man als Eltern nichts tun. Wenn aus Kindern Teenager werden, dann verändert sich auch das Verhältnis zwischen Eltern und Kindern. Wenn aus Teenagern Erwachsene werden, dann finden noch mehr Veränderungen statt. So manchem wird das eigene Nest auf Dauer zu klein. Man wird flügge und möchte die weite Welt erkunden.

Genauso muss sich der Vater in dem Gleichnis Jesu gefühlt haben (s. Lukas 15,11). Jahrelang hatte er sich um seinen jüngeren Sohn gekümmert und gesorgt. Und dennoch entwickelt der Sohn Fernweh. Er möchte hinaus in die weite Welt gehen, das Leben genießen und vermutlich auch eine Familie gründen. Damit das gelingt, benötigt er weit mehr als das Taschengeld, das er von seinem Vater bisher bekommen hat. Auch der Lohn für seine Arbeit ist ihm nicht genug. Und so bittet er den Vater um seinen Erbe, seinen Anteil, der ihm eigentlich erst nach dem Tod des Vaters zukommen sollte. Nach alter Tradition. Eigentlich ungeheuerlich. Irgendwie erklärt der Sohn den Vater in diesem Moment für tot. Es war nicht üblich, Eltern vor ihrem Ableben um die Auszahlung des Erbes zu bitten. Wie der Vater sich in diesem Moment gefühlt haben muss, kann man nur erahnen. Sicherlich traf er seine Entscheidung nicht himmelhochjauchzend! Und sicherlich kam der Wunsch des jüngeren Sohnes für ihn zu früh!

Er hatte sich vermutlich auch schon darauf eingestellt, dass sein Sohn eines Tages das Haus verlassen würde. Und weil er ein liebender Vater war und die Entscheidung seines Sohnes respektierte, wenn auch nicht schätzte, gab er dem Wunsch seines Sohnes nach. Er zahlte ihm, dem jüngeren Sohn der beiden Söhne, sein Erbe aus.

Der Sohn machte sich auf und trat seine „Weltreise“ an. Sicherlich gab es auch hier eine Abschiedsszene. Der Vater wünschte dem Sohn sicherlich viel Glück und gab ihm ein paar Ratschläge mit. Der Sohn verließ das Haus und der Vater stand vielleicht auf der Veranda und sah ihm nach, bis er ihn nicht mehr erblicken konnte. Vielleicht stand auch der ältere Bruder mit dabei.
Das ist nicht berichtet. Auch über die Gefühle der Beteiligten ist nichts berichtet.

Der Sohn machte vielleicht ein paar Reisen, lernte neue Leute kennen, vielleicht ging er auch auf Feste, Hochzeiten etc. Er genoss das Leben. Was er genau machte, wissen wir nicht. Vielleicht hatte er „Freunde“, die ihm das Geld aus der Tasche zogen. Vielleicht gab er sein Geld auch für Frauen aus. Auf jeden Fall ging er nicht sehr sorgsam mit seinem Erbanteil um. Die Bibel berichtet, er „verprasste“ es.

Über das ferne Land, in dem er lebte, kam eine Hungersnot. In der damaligen Zeit, in der vieles vom Ackerbau und Ertrag der Felder bzw. des Weinbergs abhing, war eine Hungersnot wie eine Weltwirtschaftskrise. Wie sich diese Krise anfühlt, haben wir erst letztes Jahr erfahren.

Es muss schlimm gewesen sein. Der Sohn hatte keine Ersparnisse, da er ja in guten Zeiten schon alles verprasst hatte. Sein Erbe war das Einzige, was er hatte. Sicherlich war er arbeitslos.

Er hatte Hunger und musste sein Überleben sichern. Er ging zu einem „Arbeitgeber“ und bat ihn um Arbeit. Dieser schickte ihn auf den Acker, um seine Schweine zu hüten. Schweinehüten war für einen Juden der damaligen Zeit somit das Schlimmste, was man sich vorstellen konnte (unreine Tiere). Wer als Jude Schweine hüten musste, dem ging es wirklich „sauschlecht“. Er war in so großer Not, dass er das Futter der Schweine essen wollte. Doch auch das musste er stehlen, da niemand ihm von dem Schweinefutter geben wollte.

Dann dachte er nach und erinnerte sich an seinen Vater und das Leben bei ihm. Er erinnerte sich an die vielen Hilfsarbeiter und Tagelöhner auf dem Anwesen seines Vaters. Er dachte daran, dass sein Vater sie alle versorgte und niemand Hunger leiden musste. Die Arbeit war vielleicht hart, doch es ging ihnen gut.

Er fasste den für ihn sicherlich schwierigen Entschluss, zu seinem Vater zurückzukehren. Eine schwierige Lage bei dieser Vorgeschichte. Schließlich hatte er seinen Vater „unehrenhaft“ verlassen. Und wie sollte er erklären, dass er alles, was sein Vater ihm gegeben hatte, verprasst hatte? Leicht fiel ihm diese Entscheidung sicherlich nicht. Mit Sicherheit plagten ihn auch Gewissensbisse.

Auf seinem langen Heimweg machte er sich Gedanken, wie er seinem Vater gegenübertreten könne und was er ihm sagen würde. Schließlich hatte er sich durch sein Tun vor dem Vater für tot erklärt. Er entschloss sich für die radikale Lösung. Er wollte seinen Vater bitten, ihn als Tagelöhner, als Hilfsarbeiter auf seinem Gut einzustellen.

Als er in der Nähe des elterlichen Anwesens war, sah ihn sein Vater schon von Weitem. Es wird nicht berichtet, wie es dem Vater in dieser Zeit ging. Vielleicht stand er des Öfteren auf der Veranda und hielt Ausschau nach seinem verloren geglaubten Sohn. Er hatte seine Hoffnung noch nicht aufgegeben, den Sohn irgendwann wieder zu sehen. Und so kam es. Als er ihn so zerlumpt, dreckig, von der Reise und Armut gezeichnet, ankommen sah, siegte sein Herz über seinen Verstand und er vergaß, was vorgefallen war. Er vergaß, was der eigene Sohn ihm angetan hatte. Er vergaß dies alles. Er rannte dem Sohn entgegen, umarmte und küsste ihn. In diesem Moment war es ihm egal, dass der Sohn vermutlich stank und erbärmlich aussah. Er rannte auf ihn zu, schloss ihn in die Arme und küsste ihn. So groß war seine Sehnsucht gewesen! In diesem Moment war alles vergessen!

Und mehr noch: Der Vater befahl seinen Dienern, das beste Gewand zu bringen, das er besaß! Nur das Beste war gut genug für seinen Sohn. Er wurde neu eingekleidet. Er konnte sich waschen. Und noch mehr befahl der Vater: Seine Diener sollten ein großes Fest auszurichten. Ein Kalb wurde geschlachtet und das Beste aufgetischt, was er zu bieten hatte. Sicherlich gab er in diesem Moment ein kleines Vermögen für seinen Sohn aus! Er wollte die Rückkehr seines geliebten Sohnes feiern, der zu ihm zurückgekehrt war!

Das Gleichnis hat noch mehr Dramatik: Der ältere Bruder kam von einem harten und arbeitsreichen Tag auf dem Feld zurück nach Hause. Und er hörte, dass ein rauschendes Fest gefeiert, gesungen und getanzt wurde. Er kannte den Grund nicht. Schließlich gab es eigentlich nichts zu feiern. Und so nahm er einen der Diener zur Seite und fragte ihn, was los war. Der Diener, sicher in Feierstimmung, teilte ihm freudig mit, was sich zugetragen hatte. Den älteren Bruder traf in diesem Moment sicherlich der Schlag. Er hörte, dass sein jüngerer Bruder wieder zurückgekehrt war und der Vater sich darüber so sehr freute, dass er ein Kalb schlachten ließ (das wurde nur zu besonderen Festtagen gemacht).

Vielleicht war er wütend auf seinen jüngeren Bruder; sicherlich hatte er nicht vergessen, was vorgefallen war. Und er wurde zornig. Er wollte nicht an dem Fest teilnehmen. Darüber konnte er sich nun wirklich nicht freuen. Der Vater wurde sicherlich informiert, dass sein ältester Sohn von der Arbeit zurück gekommen war und er ging hinaus zu ihm. Er bat ihn herein. Doch der älteste Sohn war so richtig in Rage. Er warf dem Vater vor, dass er so viele Jahre für ihn gearbeitet hatte und dass er für ihn noch nie ein Fest ausgerichtet hatte. Oder dass er ihm einen Bock geschenkt hatte. Er warf ihm auch vor, dass er all diese Jahre zu dem Vater gestanden hatte und nie seine Hausregeln verletzt hatte. Auch warf er ihm vor, dass er anscheinend vergessen hatte, was vorgefallen war. Dass sein jüngerer Bruder alles mit Huren verprasst hatte und dass er nun ausgerechnet diesem ein gemästetes Kalb schlachten ließ.

Doch der Vater ging darauf nicht ein. Er wies ihn zurecht. Er sagte ihm, dass alles, was er hatte, auch ihm gehörte. Sicherlich hätte ihm der Vater jeden Wunsch erfüllt, wenn er nur darum gebeten hätte. Ob er sich denn nicht vorstellen könne, wie sehr er sich freute. Er wies auch zurecht, dass er sich mit ihm freuen solle, anstatt griesgrämig dazustehen und zu schmollen. Sein für immer verloren geglaubter Sohn war zurückgekehrt! Und es ging ihm gut! Das war für den Vater so unermesslich viel wert! Anscheinend hatte er seinem jüngeren Sohn bereits verziehen.

Die Geschichte, das Gleichnis Jesu, endet hier. Es wird nicht berichtet, wie es ausging. Auch berichtete der Evangelist Lukas nicht, ob es zu einer Aussprache zwischen Vater und Sohn kam. Oder wie die Reaktionen der Zuhörer waren. Das Ende bleibt offen.

Diese Geschichte hat eine sehr große emotionale Wirkung. Ja, es könnte fast eine große Geschichte aus Hollywood sein. Nur dass Jesus sie erzählte.

Jesus erzählte diese Geschichte, nein – keine seiner Geschichten, ohne Grund. Sicherlich hatte dieses Gleichnis etwas mit uns Menschen zu tun. Und unserem Vater. Gott selbst.

Gott ist wie dieser Vater in dem Gleichnis. Für ihn sind wir durch die Macht der Sünde getrennt. Die Brücke, die über diese „Teufelsschlucht“ führt, ist Jesus Christus selbst. Er ist am Kreuz gestorben, um für die Sünden der Menschen zu „bezahlen“. Er war schuldlos (sündlos) und trägt die Sünden aller Erdenbürger auf sich. Er tritt als „Vermittler“ zwischen Gott und uns ein. Dies ist das größte Geschenk, das Gott uns Menschen machen konnte.

Wenn wir zu ihm zurückkehren, dann ist das für Gott und alle seine Engel, ein Grund ein großes Fest im Himmel zu feiern! Dann vergisst er was war. Das hat er versprochen. In seinem göttlichen Wort.

Doch Gott hat uns einen freien Willen gegeben. Er wollte keine willenlosen Menschen. Daher steht es jedem von uns frei, sich selbst zu entscheiden: ein ewiges Leben mit Gott oder eine ewige Trennung von ihm.

Wofür entscheidest Du Dich?

(mk)

Fußball-WM

Was haben Lucio, Marcelo Bordón, Gerald Asamoah, Du-ri Cha, Dr. Markus Merk, Cacau, Jürgen Klopp und Dirk Heinen gemeinsam?

Aber auch Xavier Naidoo, die Söhne Mannheims und viele andere.

Bestimmt nicht den selben Verein. Das Trikot dann wohl auch eher nicht. Hm… mal überlegen.

Den Fußball? Halt… Da ist ein Ex-Schiedsrichter mit dabei… und ein Trainer… fast richtig..

Aktiv und passiv?

Spielt Xavier Naidoo Fußball?

Mag sein…

Nein, es gibt etwas, das sie alle vereint… das haben sie alle gemeinsam.

Den Glauben an (einen) Gott. (Bingo!)

Diese Fußballer, dieser Schiedsrichter und dieser Trainer glauben an Gott. Aber auch diese Musiker. Das haben sie z.T. mehrfach öffentlich bekundet oder gezeigt. Vor einem Millionenpublikum oder z.B. im Interview.

Nicht schlecht, oder?

Der unbeteiligte Zuschauer kann es meistens dann sehen, wenn jemand ein Tor geschossen hat. Manche bekreuzigen sich vor dem Spiel, andere küssen den Rasen. Doch: Nach einem Tor sieht man viele Torschützen, die mit einem oder beiden Fingern gen Himmel zeigen oder anders darauf aufmerksam machen. Z.B. ein T-Shirt unter dem Trikot zeigen, auf dem eine Botschaft steht.

Auch in Berichten und Interviews nach der Fußball-WM 2006 war die Rede von einem spirituellen „Antreiber“ der Nationalmannschaft: Gerald Asamoah.

Was tut man, wenn man an einen Gott „glaubt“? Man vertraut darauf, dass da ein höheres Wesen ist, das existiert und in die Geschicke eingreift. Sichtbar und unsichtbar. Man macht sich unabhängig von der Beliebigkeit, dem Zufall. Man kommuniziert vielleicht oder „betet“.

Vertrauen entsteht, wenn man in bestimmten Situationen etwas erfahren/erlebt hat, das einem Sicherheit oder Bestätigung gibt. Das kann tatsächliche Hilfe sein aber auch Anderes wie z.B. ein Tor in einem schwierigen Match.

Diese erwähnten Fußballer glauben an Gott. Sie glauben daran, dass Gott ihnen beisteht, auf dem Fußballplatz und im täglichen Leben.

Wer schon mal ein Tor in einem Spiel geschossen hat, weiß, dass so etwas glücklich macht. Die Stimmung ist auf 180. Adrenalin pur.

Diese Menschen gehen aber (noch) weiter: Sie glauben, dass dieses höhere Wesen, nennen wir es der Einfachheit „Gott“, sie beschenkt hat. Z.B. durch ein Tor in einem wichtigen Spiel. Mit dieser Geste nach dem Spiel bedanken sie sich bei Gott für dieses „Geschenk“.

Man muss nicht auf dem Fußballplatz stehen, um Gott zu danken. Das geht, Gott sei Dank, auch so, z.B. vor dem nächsten Essen.

Oder auch vor dem nächsten Spiel gegen Argentinien!

Die Möglichkeiten, Gott danke zu sagen, sind schier unendlich. Dafür, dass man gesund ist oder dafür, dass man ein Dach über dem Kopf hat.

Dafür, dass man zu Essen hat und auch dafür, dass Gott einen schützt.

Mich hat er beschützt. Auf der letzten Motorradfahrt hatte ich einen schwereren Unfall auf der Autobahn, in einer Baustelle. Es hätte weitaus Schlimmeres passieren können.

Gott sei Dank ist mir, außer ein paar Prellungen und einer leichteren Gehirnerschütterung nichts passiert! Alle Finger und Extremitäten sind dran und funktionieren. Wenn auch unter Schmerzen.

Das war Grund genug für mich, Gott danke zu sagen.

Probieren Sie es aus, danke kann man gar nicht genug sagen!

(mk)

Danke Gott für den Advent, das Kommen Gottes Sohnes (IV)

Jesus wird geboren (Lukas 2, 1 ff, Hoffnung für Alle, HFA)
In dieser Zeit befahl Kaiser Augustus, alle Bewohner des römischen Reiches in Listen einzutragen. Eine solche Volkszählung hatte es noch nie gegeben. Sie wurde durchgeführt, als Quirinius Statthalter in Syrien war. Jeder musste in seine Heimatstadt gehen, um sich dort eintragen zu lassen. So reiste Josef von Nazareth in Galiläa nach Bethlehem in Judäa. Denn er war ein Nachkomme Davids und in Bethlehem geboren. Josef musste sich dort einschreiben lassen, zusammen mit seiner Verlobten Maria, die ein Kind erwartete. In Bethlehem kam für Maria die Stunde der Geburt. Sie brachte ihr erstes Kind, einen Sohn, zur Welt. Sie wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Futterkrippe im Stall, denn im Gasthaus hatten sie keinen Platz bekommen.

Die Hirten auf dem Feld (Lukas 2, 8 ff, Hoffnung für Alle, HFA)
In dieser Nacht bewachten draußen auf dem Feld einige Hirten ihre Herden. Plötzlich trat ein Engel Gottes zu ihnen, und Gottes Licht umstrahlte sie. Die Hirten erschraken sehr, aber der Engel sagte: “Fürchtet euch nicht! Ich verkünde euch eine Botschaft, die das ganze Volk mit großer Freude erfüllt: Heute ist für euch in der Stadt, in der schon David geboren wurde, der lang ersehnte Retter zur Welt gekommen. Es ist Christus, der Herr. Und daran werdet ihr ihn erkennen: Das Kind liegt, in Windeln gewickelt, in einer Futterkrippe!” Auf einmal waren sie von unzähligen Engeln umgeben, die Gott lobten: “Ehre sei Gott im Himmel! Denn er bringt der Welt Frieden und wendet sich den Menschen in Liebe zu.” Nachdem die Engel in den Himmel zurückgekehrt waren, beschlossen die Hirten: “Kommt, wir gehen nach Bethlehem. Wir wollen sehen, was dort geschehen ist und was der Herr uns verkünden ließ.” Sie machten sich sofort auf den Weg und fanden Maria und Josef und das Kind, das in der Futterkrippe lag. Als sie es sahen, erzählten die Hirten, was ihnen der Engel über das Kind gesagt hatte. Und alle, die ihren Bericht hörten, waren darüber sehr erstaunt. Maria aber merkte sich jedes Wort und dachte immer wieder darüber nach. Schließlich kehrten die Hirten zu ihren Herden zurück. Sie lobten und dankten Gott für das, was sie in dieser Nacht erlebt hatten. Es war alles so gewesen, wie der Engel es ihnen gesagt hatte.

Danke Gott für den Advent, das Warten auf den Sohn Gottes, Jesus Christus (III)

Lukas 1, 57-80 (Hoffnung für Alle, HFA)

Johannes wird geboren
Für Elisabeth kam die Stunde der Geburt, und sie brachte einen Sohn zur Welt. Als Nachbarn und Verwandte hörten, dass Gott so barmherzig zu ihr gewesen war, freuten sie sich mit ihr. Nach acht Tagen wurde das Kind zur Beschneidung gebracht. Dabei sollte es nach seinem Vater Zacharias genannt werden. Doch Elisabeth widersprach: “Nein, er soll Johannes heißen!” “Aber keiner in deiner Verwandtschaft heißt so!”, wandten die anderen ein. Sie winkten dem Vater und fragten ihn: “Wie soll dein Sohn heißen?” Zacharias ließ sich eine Tafel geben und schrieb darauf: “Sein Name ist Johannes.” Darüber wunderten sich alle. Im selben Augenblick konnte Zacharias wieder sprechen, und er lobte Gott. Im ganzen Bergland von Judäa verbreitete sich die Nachricht. Und überall, wo man davon hörte, erschraken die Leute. Nachdenklich fragten sie sich: “Was wird aus diesem Kind noch werden?” Denn alle sahen, dass Gott etwas Besonderes mit ihm vorhatte.

Zacharias sieht den Auftrag des Johannes voraus
Erfüllt vom Heiligen Geist, verkündete Zacharias, der Vater von Johannes, was Gott ihm eingegeben hatte: “Gelobt sei der Herr, der Gott Israels! Er ist zu unserem Volk gekommen und hat es befreit. Aus dem Königshaus seines Dieners David hat er uns den starken Retter geschickt. So hatten es seine heiligen Propheten schon vor langer Zeit verkündet: Er wird uns von unseren Feinden erretten und aus der Hand aller Menschen, die uns hassen. Gott war mit unseren Vorfahren barmherzig. Er vergisst seinen heiligen Bund nicht, den Eid, den er unserem Vater Abraham geschworen hat und der auch uns gilt. Er befreit uns aus der Hand unserer Feinde, damit wir ihm ohne Furcht unser Leben lang dienen, als Menschen, die ihm gehören und nach seinem Willen leben. Und dich, mein Sohn, wird man einen Propheten des Höchsten nennen. Du wirst vor dem Herrn hergehen und sein Kommen vorbereiten. Seinem Volk wirst du zeigen, dass es durch die Vergebung seiner Sünden gerettet wird. Gott vergibt uns, weil seine Barmherzigkeit so groß ist. Aus der Höhe kommt sein Licht zu uns. Dieses Licht wird allen Menschen leuchten, die in Nacht und Todesfurcht leben; es wird uns auf den Weg des Friedens führen.” Johannes wuchs heran und wurde zu einem verständigen und klugen Mann. Er zog sich in die Einsamkeit der Wüste zurück bis zu dem Tag, an dem er öffentlich vor dem Volk Israel auftrat.

(mk)

Danke Gott für den Advent, das Warten auf den Sohn Gottes, Jesus Christus! (II)

Lukas 1, 39 ff (Hoffnung für Alle HFA)

Maria bei Elisabeth
Maria entschloss sich, so schnell wie möglich Elisabeth zu besuchen, die mit ihrem Mann Zacharias in einer kleinen Stadt in den Bergen Judäas wohnte. Sie betrat das Haus und begrüßte Elisabeth. Als Elisabeth die Stimme Marias hörte, bewegte sich das Kind in ihr, und – erfüllt vom Heiligen Geist – rief sie: “Dich hat Gott gesegnet, mehr als alle anderen Frauen, dich und dein Kind! Womit habe ich verdient, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt! Als ich deine Stimme hörte, hüpfte das Kind in mir vor Freude. Wie glücklich kannst du sein, weil du geglaubt hast! Was Gott dir angekündigt hat, wird geschehen.”

Lukas 1, 46 ff (Hoffnung für Alle HFA)

Maria lobt und dankt Gott
Da begann Maria, Gott zu loben: “Von ganzem Herzen preise ich den Herrn. Ich bin glücklich über Gott, meinen Retter. Mich, die ich gering und unbedeutend bin, hat er zu Großem berufen. Zu allen Zeiten wird man mich glücklich preisen, denn Gott hat große Dinge an mir getan, er, der mächtig und heilig ist! Die Barmherzigkeit des Herrn bleibt für immer und ewig, sie gilt allen Menschen, die ihn ehren. Er streckt seinen starken Arm aus und fegt die Hochmütigen mit ihren stolzen Plänen hinweg. Er stürzt Herrscher von ihrem Thron, und Unterdrückte richtet er auf. Die Hungrigen beschenkt er mit Gütern, und die Reichen schickt er mit leeren Händen weg. Seine Barmherzigkeit hat er uns, seinen Dienern, zugesagt, ja, er wird seinem Volk Israel helfen. Er hat es unseren Vorfahren versprochen, Abraham und seinen Nachkommen hat er es für immer zugesagt.” Maria blieb etwa drei Monate bei Elisabeth und kehrte dann nach Hause zurück.

(mk)

Danke Gott für die Adventszeit, das Warten auf den Sohn Gottes, Jesus Christus!

Lukas 1, 26 ff (Hoffnung für Alle, HFA)

Elisabeth war im sechsten Monat schwanger, als Gott den Engel Gabriel zu einer jungen Frau nach Nazareth schickte, einer Stadt in Galiläa. Die junge Frau hieß Maria und war mit Josef, einem Nachkommen König Davids, verlobt. Der Engel kam zu ihr und sagte: “Sei gegrüßt, Maria! Gott ist mit dir! Er hat dich unter allen Frauen auserwählt.” Maria fragte sich erschrocken, was diese seltsamen Worte bedeuten könnten. “Hab keine Angst, Maria”, redete der Engel weiter. “Gott hat dich zu etwas Besonderem auserwählt. Du wirst schwanger werden und einen Sohn zur Welt bringen. Jesus soll er heißen. Er wird mächtig sein, und man wird ihn Gottes Sohn nennen. Gott, der Herr, wird ihm die Königsherrschaft Davids übergeben, und er wird die Nachkommen Jakobs für immer regieren. Seine Herrschaft wird niemals enden.” “Wie kann das geschehen?”, fragte Maria den Engel. “Ich bin doch gar nicht verheiratet.” Der Engel antwortete ihr: “Der Heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft Gottes wird sich an dir zeigen. Darum wird dieses Kind auch heilig sein und Sohn Gottes genannt werden. Selbst Elisabeth, deine Verwandte, von der man sagte, dass sie keine Kinder bekommen kann, ist jetzt im sechsten Monat schwanger. Sie wird in ihrem hohen Alter einen Sohn zur Welt bringen. Gott hat es ihr zugesagt, und was Gott sagt, das geschieht!” “Ich will mich dem Herrn ganz zur Verfügung stellen”, antwortete Maria. “Alles soll so geschehen, wie du es mir gesagt hast.” Darauf verließ sie der Engel.

(mk)

Es interessiert mich nicht…

Es interessiert mich nicht, womit du deinen Lebensunterhalt verdienst. Ich will wissen, wonach du dich sehnst und ob du es wagst, davon zu träumen, das Sehnen deines Herzens zu erfüllen.

Es interessiert mich nicht, wie alt du bist.
Ich will wissen, ob du es riskieren willst, wie ein Verrückter nach Liebe zu suchen, nach deinen Träumen, nach dem Abenteuer, lebendig zu sein.

Es interessiert mich nicht, welche Sterne deinen Mond kreuzen.
Ich will wissen, ob du das Zentrum deines eigenen Kummers berührt hast, ob du geöffnet wurdest durch die Treuebrüche oder verwelkt und verschlossen aus Angst vor weiterem Schmerz.

Ich will wissen, ob du in Schmerz sitzen kannst, deinem oder meinem, ohne dich zu bewegen, um ihn zu verbergen, zu schmälern oder zu fixieren.

Es interessiert mich nicht, ob die Geschichte, die du erzählst, wahr ist.
Ich will wissen, ob du einen anderen enttäuschen kannst, um dir selber treu zu bleiben, ob du die Anklage eines Treuebruchs aushalten kannst,
ohne deine eigene Seele zu betrügen.

Ich will wissen, ob du vertrauen und deshalb auch vertrauenswürdig sein kannst.
Ich will wissen, ob du Schönheit sehen kannst, selbst wenn es nicht jeden Tag schön ist, und ob du die Quelle deines Lebens in Gottes Gegenwart finden kannst.

Es interessiert mich nicht zu wissen, wo du lebst oder wie viel Geld du hast.

Ich will wissen, ob du, matt und zerschlagen nach einer Nacht in Kummer und Verzweiflung, aufstehen kannst und tun, was für die Kinder nötig ist.

Es interessiert mich nicht, wer du bist, wie du herkamst. Ich will wissen, ob du mit mir im Zentrum des Feuers stehen kannst ohne zurückzuschrecken.

Es interessiert mich nicht, wo und was und mit wem du studiert hast. Ich will wissen, was dich von innen stützt, wenn alles andere wegfällt.

Ich will wissen, ob du mit dir selber allein sein kannst und ob du wahrhaftig die Gesellschaft deiner leeren Augenblicke liebst.

(Oriah Mountain Dreamer Indian Elder)

Was ist Glaube?

„Er ist das Vertrauen darauf, dass das, was wir hoffen, sich erfüllen wird, und die Überzeugung, dass das, was man nicht sieht, existiert.“ (Hebräer 11,1 NL)

Eigentlich ganz einfach: wir glauben ja auch daran, dass es den Wind gibt. Oder den Strom.

Obwohl wir ihn nicht sehen können. Aber wir sehen seine Auswirkungen! Wenn wir in die Steckdose fassen, spüren wir die Auswirkungen des Stroms. Bitte nicht ausprobieren!

Man könnte auch sagen: Wer nicht glauben will, muss fühlen ;)

Warum fällt uns das gerade bei Gott so schwer?

Wo doch alles um uns herum, die Natur, das komplexe Universum, ja selbst ein einfaches Blatt eines Baumes z.B. auf Gott hinweist!

Anders ausgedrückt: Glaube ist die Summe der Erfahrungen, die ich mit Gott mache. Daher weiß ich persönlich, dass er da ist.

Und dafür danke ich Gott!

(mk)

Danke Gott

dass Du hilfst, über den eigenen Schatten zu springen…
dass Du Türen öffnest, die verschlossen zu sein scheinen
dass Du immer zwei Schritte vorausgehst…

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