Der verlorene Sohn

Der verlorene Sohn (NT; Lukas 15,11)

Wie glücklich müssen sich Eltern fühlen, wenn sie das erste Kind bekommen. Sicher, der Weg dahin ist voller Strapazen, vor allem für die Mutter. Aber auch für den Partner. Durch die Schwangerschaft verändert sich die Partnerin, rein körperlich, aber auch in ihrem Verhalten. Sie kann launisch sein, sie ist zwar nicht krank, nur weil sie schwanger ist, aber in ihrem Denken, Fühlen und Handeln verändert sich etwas. Das kann auch für den Partner eine schwierige Zeit sein.

Und mehr noch: Auf einmal sind ganz andere Dinge wichtig. Ein mentaler Veränderungsprozess findet statt. Wenn aus Menschen Eltern werden, findet eine mentale und psychische Veränderung statt. Ein bis dato unbekannter Reifeprozess. Zwischen dem Kind und den Eltern entsteht i.d.R. eine tiefe Bindung. Zwischen der Mutter und dem Kind vielleicht ein Stück weit mehr, als zwischen Vater und Sohn oder Tochter. Eltern entwickeln einen Beschützerinstinkt. Sie spüren, wenn sich ihre Kinder in Gefahr begeben.

Es gibt Momente, in denen sind Eltern machtlos. Wenn in der Pubertät aus Kindern kleine Monster werden. Gegen Hormone und die damit verbundenen Veränderungen kann man als Eltern nichts tun. Wenn aus Kindern Teenager werden, dann verändert sich auch das Verhältnis zwischen Eltern und Kindern. Wenn aus Teenagern Erwachsene werden, dann finden noch mehr Veränderungen statt. So manchem wird das eigene Nest auf Dauer zu klein. Man wird flügge und möchte die weite Welt erkunden.

Genauso muss sich der Vater in dem Gleichnis Jesu gefühlt haben (s. Lukas 15,11). Jahrelang hatte er sich um seinen jüngeren Sohn gekümmert und gesorgt. Und dennoch entwickelt der Sohn Fernweh. Er möchte hinaus in die weite Welt gehen, das Leben genießen und vermutlich auch eine Familie gründen. Damit das gelingt, benötigt er weit mehr als das Taschengeld, das er von seinem Vater bisher bekommen hat. Auch der Lohn für seine Arbeit ist ihm nicht genug. Und so bittet er den Vater um seinen Erbe, seinen Anteil, der ihm eigentlich erst nach dem Tod des Vaters zukommen sollte. Nach alter Tradition. Eigentlich ungeheuerlich. Irgendwie erklärt der Sohn den Vater in diesem Moment für tot. Es war nicht üblich, Eltern vor ihrem Ableben um die Auszahlung des Erbes zu bitten. Wie der Vater sich in diesem Moment gefühlt haben muss, kann man nur erahnen. Sicherlich traf er seine Entscheidung nicht himmelhochjauchzend! Und sicherlich kam der Wunsch des jüngeren Sohnes für ihn zu früh!

Er hatte sich vermutlich auch schon darauf eingestellt, dass sein Sohn eines Tages das Haus verlassen würde. Und weil er ein liebender Vater war und die Entscheidung seines Sohnes respektierte, wenn auch nicht schätzte, gab er dem Wunsch seines Sohnes nach. Er zahlte ihm, dem jüngeren Sohn der beiden Söhne, sein Erbe aus.

Der Sohn machte sich auf und trat seine „Weltreise“ an. Sicherlich gab es auch hier eine Abschiedsszene. Der Vater wünschte dem Sohn sicherlich viel Glück und gab ihm ein paar Ratschläge mit. Der Sohn verließ das Haus und der Vater stand vielleicht auf der Veranda und sah ihm nach, bis er ihn nicht mehr erblicken konnte. Vielleicht stand auch der ältere Bruder mit dabei.
Das ist nicht berichtet. Auch über die Gefühle der Beteiligten ist nichts berichtet.

Der Sohn machte vielleicht ein paar Reisen, lernte neue Leute kennen, vielleicht ging er auch auf Feste, Hochzeiten etc. Er genoss das Leben. Was er genau machte, wissen wir nicht. Vielleicht hatte er „Freunde“, die ihm das Geld aus der Tasche zogen. Vielleicht gab er sein Geld auch für Frauen aus. Auf jeden Fall ging er nicht sehr sorgsam mit seinem Erbanteil um. Die Bibel berichtet, er „verprasste“ es.

Über das ferne Land, in dem er lebte, kam eine Hungersnot. In der damaligen Zeit, in der vieles vom Ackerbau und Ertrag der Felder bzw. des Weinbergs abhing, war eine Hungersnot wie eine Weltwirtschaftskrise. Wie sich diese Krise anfühlt, haben wir erst letztes Jahr erfahren.

Es muss schlimm gewesen sein. Der Sohn hatte keine Ersparnisse, da er ja in guten Zeiten schon alles verprasst hatte. Sein Erbe war das Einzige, was er hatte. Sicherlich war er arbeitslos.

Er hatte Hunger und musste sein Überleben sichern. Er ging zu einem „Arbeitgeber“ und bat ihn um Arbeit. Dieser schickte ihn auf den Acker, um seine Schweine zu hüten. Schweinehüten war für einen Juden der damaligen Zeit somit das Schlimmste, was man sich vorstellen konnte (unreine Tiere). Wer als Jude Schweine hüten musste, dem ging es wirklich „sauschlecht“. Er war in so großer Not, dass er das Futter der Schweine essen wollte. Doch auch das musste er stehlen, da niemand ihm von dem Schweinefutter geben wollte.

Dann dachte er nach und erinnerte sich an seinen Vater und das Leben bei ihm. Er erinnerte sich an die vielen Hilfsarbeiter und Tagelöhner auf dem Anwesen seines Vaters. Er dachte daran, dass sein Vater sie alle versorgte und niemand Hunger leiden musste. Die Arbeit war vielleicht hart, doch es ging ihnen gut.

Er fasste den für ihn sicherlich schwierigen Entschluss, zu seinem Vater zurückzukehren. Eine schwierige Lage bei dieser Vorgeschichte. Schließlich hatte er seinen Vater „unehrenhaft“ verlassen. Und wie sollte er erklären, dass er alles, was sein Vater ihm gegeben hatte, verprasst hatte? Leicht fiel ihm diese Entscheidung sicherlich nicht. Mit Sicherheit plagten ihn auch Gewissensbisse.

Auf seinem langen Heimweg machte er sich Gedanken, wie er seinem Vater gegenübertreten könne und was er ihm sagen würde. Schließlich hatte er sich durch sein Tun vor dem Vater für tot erklärt. Er entschloss sich für die radikale Lösung. Er wollte seinen Vater bitten, ihn als Tagelöhner, als Hilfsarbeiter auf seinem Gut einzustellen.

Als er in der Nähe des elterlichen Anwesens war, sah ihn sein Vater schon von Weitem. Es wird nicht berichtet, wie es dem Vater in dieser Zeit ging. Vielleicht stand er des Öfteren auf der Veranda und hielt Ausschau nach seinem verloren geglaubten Sohn. Er hatte seine Hoffnung noch nicht aufgegeben, den Sohn irgendwann wieder zu sehen. Und so kam es. Als er ihn so zerlumpt, dreckig, von der Reise und Armut gezeichnet, ankommen sah, siegte sein Herz über seinen Verstand und er vergaß, was vorgefallen war. Er vergaß, was der eigene Sohn ihm angetan hatte. Er vergaß dies alles. Er rannte dem Sohn entgegen, umarmte und küsste ihn. In diesem Moment war es ihm egal, dass der Sohn vermutlich stank und erbärmlich aussah. Er rannte auf ihn zu, schloss ihn in die Arme und küsste ihn. So groß war seine Sehnsucht gewesen! In diesem Moment war alles vergessen!

Und mehr noch: Der Vater befahl seinen Dienern, das beste Gewand zu bringen, das er besaß! Nur das Beste war gut genug für seinen Sohn. Er wurde neu eingekleidet. Er konnte sich waschen. Und noch mehr befahl der Vater: Seine Diener sollten ein großes Fest auszurichten. Ein Kalb wurde geschlachtet und das Beste aufgetischt, was er zu bieten hatte. Sicherlich gab er in diesem Moment ein kleines Vermögen für seinen Sohn aus! Er wollte die Rückkehr seines geliebten Sohnes feiern, der zu ihm zurückgekehrt war!

Das Gleichnis hat noch mehr Dramatik: Der ältere Bruder kam von einem harten und arbeitsreichen Tag auf dem Feld zurück nach Hause. Und er hörte, dass ein rauschendes Fest gefeiert, gesungen und getanzt wurde. Er kannte den Grund nicht. Schließlich gab es eigentlich nichts zu feiern. Und so nahm er einen der Diener zur Seite und fragte ihn, was los war. Der Diener, sicher in Feierstimmung, teilte ihm freudig mit, was sich zugetragen hatte. Den älteren Bruder traf in diesem Moment sicherlich der Schlag. Er hörte, dass sein jüngerer Bruder wieder zurückgekehrt war und der Vater sich darüber so sehr freute, dass er ein Kalb schlachten ließ (das wurde nur zu besonderen Festtagen gemacht).

Vielleicht war er wütend auf seinen jüngeren Bruder; sicherlich hatte er nicht vergessen, was vorgefallen war. Und er wurde zornig. Er wollte nicht an dem Fest teilnehmen. Darüber konnte er sich nun wirklich nicht freuen. Der Vater wurde sicherlich informiert, dass sein ältester Sohn von der Arbeit zurück gekommen war und er ging hinaus zu ihm. Er bat ihn herein. Doch der älteste Sohn war so richtig in Rage. Er warf dem Vater vor, dass er so viele Jahre für ihn gearbeitet hatte und dass er für ihn noch nie ein Fest ausgerichtet hatte. Oder dass er ihm einen Bock geschenkt hatte. Er warf ihm auch vor, dass er all diese Jahre zu dem Vater gestanden hatte und nie seine Hausregeln verletzt hatte. Auch warf er ihm vor, dass er anscheinend vergessen hatte, was vorgefallen war. Dass sein jüngerer Bruder alles mit Huren verprasst hatte und dass er nun ausgerechnet diesem ein gemästetes Kalb schlachten ließ.

Doch der Vater ging darauf nicht ein. Er wies ihn zurecht. Er sagte ihm, dass alles, was er hatte, auch ihm gehörte. Sicherlich hätte ihm der Vater jeden Wunsch erfüllt, wenn er nur darum gebeten hätte. Ob er sich denn nicht vorstellen könne, wie sehr er sich freute. Er wies auch zurecht, dass er sich mit ihm freuen solle, anstatt griesgrämig dazustehen und zu schmollen. Sein für immer verloren geglaubter Sohn war zurückgekehrt! Und es ging ihm gut! Das war für den Vater so unermesslich viel wert! Anscheinend hatte er seinem jüngeren Sohn bereits verziehen.

Die Geschichte, das Gleichnis Jesu, endet hier. Es wird nicht berichtet, wie es ausging. Auch berichtete der Evangelist Lukas nicht, ob es zu einer Aussprache zwischen Vater und Sohn kam. Oder wie die Reaktionen der Zuhörer waren. Das Ende bleibt offen.

Diese Geschichte hat eine sehr große emotionale Wirkung. Ja, es könnte fast eine große Geschichte aus Hollywood sein. Nur dass Jesus sie erzählte.

Jesus erzählte diese Geschichte, nein – keine seiner Geschichten, ohne Grund. Sicherlich hatte dieses Gleichnis etwas mit uns Menschen zu tun. Und unserem Vater. Gott selbst.

Gott ist wie dieser Vater in dem Gleichnis. Für ihn sind wir durch die Macht der Sünde getrennt. Die Brücke, die über diese „Teufelsschlucht“ führt, ist Jesus Christus selbst. Er ist am Kreuz gestorben, um für die Sünden der Menschen zu „bezahlen“. Er war schuldlos (sündlos) und trägt die Sünden aller Erdenbürger auf sich. Er tritt als „Vermittler“ zwischen Gott und uns ein. Dies ist das größte Geschenk, das Gott uns Menschen machen konnte.

Wenn wir zu ihm zurückkehren, dann ist das für Gott und alle seine Engel, ein Grund ein großes Fest im Himmel zu feiern! Dann vergisst er was war. Das hat er versprochen. In seinem göttlichen Wort.

Doch Gott hat uns einen freien Willen gegeben. Er wollte keine willenlosen Menschen. Daher steht es jedem von uns frei, sich selbst zu entscheiden: ein ewiges Leben mit Gott oder eine ewige Trennung von ihm.

Wofür entscheidest Du Dich?

(mk)

Fußball und Glaube

Einen 4:0-Erfolg gegen Argentinien hätte wahrscheinlich niemand vorhergesagt, nicht daran „geglaubt“. Zwar hätte man bei Deutschlands vorherigen Spielen erahnen können, dass das Team auch gegen Argentinien gut spielen würde. Doch einen solchen Kantersieg hätte niemand erwartet. Ich selbst habe 2:0 getippt.

Nicht nur ich wurde von der Höhe und Deutlichkeit der argentinischen Niederlage sehr überrascht. Einen solch deutlichen Sieg hatte es vorher gegen Argentinien noch nie gegeben.

Zu sehr ist das Zitterspiel bei der WM 2006 im Gedächtnis verankert, bei dem Deutschland dann schließlich im Elfmeterschießen gewann.

Doch dieses Mal war vieles anders: das schnellste Tor der WM-Geschichte, der höchste Sieg gegen Argentinien und vor allem: die Spielweise des deutschen Teams!

Deutschland hat mit seiner neuen Art Fußball zu spielen überrascht; die ganze Welt. Und die Begeisterung für das deutsche Team ist überall zu spüren. Das beweisen nicht nur die ausgesprochen freundliche Presse nach der Niederlage gegen Serbien, sondern auch die geradezu euphorischen Kommentare nach dem Argentinien-Spiel.

Vor dieser WM hätte das sicherlich niemand erwartet, nicht daran „geglaubt“.

Noch ein paar Zahlen:

Allein auf Facebook schlagen über 400.000 Herzen schwarz-rot-gold

ebenso glauben über 200.000 Mitglieder an den Weltmeistertitel für Deutschland (vermutlich sind es noch viel mehr, haben sich bloß nicht dieser Gruppe angeschlossen)

Das Spiel gegen Argentinien wurde allein in Deutschland von ca. 25 Mio. Bundesbürgern angeschaut. Auch hier sind die vielen Hunderttausend auf den Fanmeilen und beim public viewing nicht mitgezählt.

Was ist jetzt die Verbindung, die Brücke, zum Glauben?

Ein Fußballspiel gewinnt man durch Fitness, Technik und andere Methoden. Aber vor allem durch den Glauben an den Sieg. Auch wenn er aussichtslos erscheint. Aktuell zu sehen beim Spiel Holland gegen Brasilien. Wer hätte nach dem ersten Tor Brasiliens daran geglaubt, dass Brasilien ausscheidet? Oder das berühmte Spiel Bayern München gegen Getafe?

Eine Mannschaft, die nicht daran glaubt, gewinnen zu können, hat schon verloren. Deutlich sichtbar war das im Argentinien-Spiel. Kurz vor dem 3:0 war es Stürmerstar und Trainer Diego A. Maradona vom Gesicht abzulesen, dass er nicht mehr an einen Sieg seiner Mannschaft glaubte.

Glaubensschwankungen entstehen durch Rückschläge. So war die rote Karte für Miroslav Klose im Spiel gegen Serbien der Punkt, ab dem Deutschland immer schlechter spielte und das Spiel schließlich, trotz Elfmeters, verlor.

Ähnlich ist es im Glaubensleben. Da stirbt ein geliebter Mensch plötzlich ohne medizinische Erklärung. Oder man erleidet einen Verkehrsunfall. Oder man verliert den Glauben an einen gerechten Gott bei soviel Ungerechtigkeit in der Welt.

Beim Fußball glaubt man schnell und ohne groß zu hinterfragen an einen Sieg der deutschen Mannschaft. Anhand der Art, wie sie Fußball spielt. Anhand der vorherigen Spiele.

Wenn man sich die Statistik der letzten 20 Jahre anschaut, hätte man weniger Grund zur Hoffnung. Zwar war Deutschland 1996 Europameister, 2002 im Endspiel und 2006 „Weltmeister der Herzen“. Doch dazwischen waren viele schmerzliche Niederlagen.

Der Glaube an Gott bzw. das Christentum hat eine viel längere und deutlichere Erfolgsgeschichte als der deutsche Fußball. Auch die Spuren, die Gott hinterlassen hat, in der Geschichte, in seinem Wort – der Bibel – sind sehr deutlich.

Nur als Beispiel: Das Überleben des Glaubens an Gott trotz Verfolgung, Kolosseum und Inquisition. Die Reformation in Deutschland und Europa. Das Überleben des Glaubens trotz einer humanistisch geprägten und aufgeklärten Gesellschaft. Trotz Darwin. Trotz einiger Versuche, den Glauben als „Kopfkino“ darzustellen, als menschliche „Einbildung“.

Warum fällt es dennoch so schwer, an einen Gott zu glauben?

(mk)

Fußball-WM

Was haben Lucio, Marcelo Bordón, Gerald Asamoah, Du-ri Cha, Dr. Markus Merk, Cacau, Jürgen Klopp und Dirk Heinen gemeinsam?

Aber auch Xavier Naidoo, die Söhne Mannheims und viele andere.

Bestimmt nicht den selben Verein. Das Trikot dann wohl auch eher nicht. Hm… mal überlegen.

Den Fußball? Halt… Da ist ein Ex-Schiedsrichter mit dabei… und ein Trainer… fast richtig..

Aktiv und passiv?

Spielt Xavier Naidoo Fußball?

Mag sein…

Nein, es gibt etwas, das sie alle vereint… das haben sie alle gemeinsam.

Den Glauben an (einen) Gott. (Bingo!)

Diese Fußballer, dieser Schiedsrichter und dieser Trainer glauben an Gott. Aber auch diese Musiker. Das haben sie z.T. mehrfach öffentlich bekundet oder gezeigt. Vor einem Millionenpublikum oder z.B. im Interview.

Nicht schlecht, oder?

Der unbeteiligte Zuschauer kann es meistens dann sehen, wenn jemand ein Tor geschossen hat. Manche bekreuzigen sich vor dem Spiel, andere küssen den Rasen. Doch: Nach einem Tor sieht man viele Torschützen, die mit einem oder beiden Fingern gen Himmel zeigen oder anders darauf aufmerksam machen. Z.B. ein T-Shirt unter dem Trikot zeigen, auf dem eine Botschaft steht.

Auch in Berichten und Interviews nach der Fußball-WM 2006 war die Rede von einem spirituellen „Antreiber“ der Nationalmannschaft: Gerald Asamoah.

Was tut man, wenn man an einen Gott „glaubt“? Man vertraut darauf, dass da ein höheres Wesen ist, das existiert und in die Geschicke eingreift. Sichtbar und unsichtbar. Man macht sich unabhängig von der Beliebigkeit, dem Zufall. Man kommuniziert vielleicht oder „betet“.

Vertrauen entsteht, wenn man in bestimmten Situationen etwas erfahren/erlebt hat, das einem Sicherheit oder Bestätigung gibt. Das kann tatsächliche Hilfe sein aber auch Anderes wie z.B. ein Tor in einem schwierigen Match.

Diese erwähnten Fußballer glauben an Gott. Sie glauben daran, dass Gott ihnen beisteht, auf dem Fußballplatz und im täglichen Leben.

Wer schon mal ein Tor in einem Spiel geschossen hat, weiß, dass so etwas glücklich macht. Die Stimmung ist auf 180. Adrenalin pur.

Diese Menschen gehen aber (noch) weiter: Sie glauben, dass dieses höhere Wesen, nennen wir es der Einfachheit „Gott“, sie beschenkt hat. Z.B. durch ein Tor in einem wichtigen Spiel. Mit dieser Geste nach dem Spiel bedanken sie sich bei Gott für dieses „Geschenk“.

Man muss nicht auf dem Fußballplatz stehen, um Gott zu danken. Das geht, Gott sei Dank, auch so, z.B. vor dem nächsten Essen.

Oder auch vor dem nächsten Spiel gegen Argentinien!

Die Möglichkeiten, Gott danke zu sagen, sind schier unendlich. Dafür, dass man gesund ist oder dafür, dass man ein Dach über dem Kopf hat.

Dafür, dass man zu Essen hat und auch dafür, dass Gott einen schützt.

Mich hat er beschützt. Auf der letzten Motorradfahrt hatte ich einen schwereren Unfall auf der Autobahn, in einer Baustelle. Es hätte weitaus Schlimmeres passieren können.

Gott sei Dank ist mir, außer ein paar Prellungen und einer leichteren Gehirnerschütterung nichts passiert! Alle Finger und Extremitäten sind dran und funktionieren. Wenn auch unter Schmerzen.

Das war Grund genug für mich, Gott danke zu sagen.

Probieren Sie es aus, danke kann man gar nicht genug sagen!

(mk)

Follow

Bekomme jeden neuen Artikel in deinen Posteingang.