Rettungsseil und Rettungsring

Die Liebe Gottes ist wie ein Rettungsseil, das er für Dich in die stürmenden Fluten ausgeworfen hat, damit Du nicht untergehst. (s. Joh 3,16)

Als Kind machte ich eine Ausbildung zum Rettungsschwimmer. Ich lernte zuerst schwimmen und danach tauchen. Stück für Stück lernte ich, wie man 20 M lang tauchen kann ohne aufzutauchen, oder wie man Dinge vom Grund des Beckens heraufholt. Noch später lernte ich, wie man Menschen in Not aus dem Wasser zieht, ohne dass einem selbst etwas dabei passiert. Und das kann ganz schön anstrengend sein! Der zu Rettende wehrt sich meistens mit Händen und Füßen gegen seine Rettung. Er schlägt um sich und klammert sich an denjenigen, der ihn retten will.
Wieso macht er das? Aus Angst. Er hat meist panische Angst vor dem Ertrinken, dass er völlig vergisst, dass derjenige, der da neben ihm ist, ihn retten will. Aber er wehrt sich mit aller Kraft. Das ist ein Schutzreflex. Es soll Rettungsschwimmer gegeben haben, die dem zu Rettenden, aus der Not heraus, selbst mit unterzugehen, k.o. geschlagen haben. Nur so war überhaupt eine Rettung möglich!

Ist es bei uns Menschen nicht genauso? Wir sind in unserem Leben in „Seenot“ geraten und schreien verzweifelt um Hilfe. Und die Situation muss schlimm sein, sonst würden wir nicht schreien. Der eine schreit vielleicht früher als der andere, aber irgendwann schreit jeder einmal. Und dann greift Gott selbst ein. Er schwimmt zu uns heraus und reicht uns seine starke Hand. Er möchte uns retten. Genau genommen hat er das schon getan. Alles, was wir tun müssen, ist sein Rettungsseil zu ergreifen und uns von ihm herausziehen zu lassen. Nichts einfacher als das, oder? Warum fällt es uns Menschen generell so schwer, dieses Rettungsseil zu ergreifen? Den Rettungsring, der einem zugeworfen wird und der einen über Wasser hält bis Hilfe kommt.

Dieses Rettungsseil ist Jesus Christus. Damals vor 2000 Jahren hat es Gott uns schon zugeworfen. Er wurde selbst zum Rettungsseil. Viele haben es ergriffen. Die meisten nicht. Sie schwimmen weiterhin in der tobenden See unserer Zeit. Egal ob Tsunami, Erdbeben, Naturgewalten, einstürzende Häuser oder einfach der Verlust der Arbeit. Oder die Weltwirtschaftskrise. Die Lebenssituation, die sich für die meisten immer weiter verschlechtert.

So mancher hat sich die Frage gestellt, ob es einen Gott gibt oder nicht. So mancher hat aufgrund persönlicher Not bzw. Katastrophen wie Haiti, dem Tsunami 2004 und der Ungerechtigkeit um ihn herum den Glauben an Gott aufgegeben oder Gott für nicht existent erklärt. Nur einige wenige haben überhaupt dieses Rettungsseil ergriffen. Dort, wo die Not am größten ist, ist der Glaube an Gott am stärksten. Vielleicht geht es uns einfach nur zu gut, um zu begreifen, dass wir Gott nach wie vor brauchen. Weil wir sonst untergehen.

Das Rettungsseil ist da. Gott wartet nur darauf, dass wir es ergreifen. Und noch mehr: er möchte uns schwimmen lehren; uns zeigen, wie wir durch reißende Strömung, hohe Wellen, durch Strudel und Soge, die uns nach unten ziehen, anschwimmen und sie meistern. Jeden Tag auf’s Neue. Jesus Christus ist unser Rettungsseil; sein Wort, die Bibel unser Leuchtturm. Lassen wir uns von ihm retten.

(mk)

Danke Gott für den Ruhetag!

Danke Gott für den Sabbat!

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Danke Gott, dass Du da bist!

Danke Gott, dass Du da bist, wenn alles zerbricht!
Danke Gott, dass Du trägst, wenn ich nicht mehr laufen kann!
Danke Gott, dass Du mich festhälst, wenn ich zu fallen drohe!
Danke Gott für jeden Tag, an dem Du mir ein Lächeln schenkst!
Danke Gott für jedes freundliche, lächelnde Gesicht, das mir begegnet!
Danke Gott, dass Du mich liebst!
Danke Gott für Deinen Sohn Jesus Christus!
Danke, dass mich nichts von Deiner Liebe zu mir trennen kann!
Danke Gott!

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Glaube, Hoffnung und Liebe (1. Korintherbrief 13)

1. Korintherbrief 13 (Übersetzung: Luther 1984)

Die Liebe ist langmütig und freundlich,
die Liebe eifert nicht,
die Liebe treibt nicht Mutwillen,
sie bläht sich nicht auf,
sie verhält sich nicht ungehörig,
sie sucht nicht das Ihre,
sie lässt sich nicht erbittern,
sie rechnet das Böse nicht zu,
sie freut sich nicht über die Ungerechtigkeit,
sie freut sich aber an der Wahrheit;
sie erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles, sie duldet alles.

Und der wohl bekannteste Auszug aus diesem Brief: “Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen” (Vers 13)

Schön, nicht? Fast poetisch, was der Apostel Paulus da schreibt. Er wird es wohl am eigenen Leib erfahren haben, was es bedeutet, Liebe in sich zu haben. Als er noch Saulus von Tarsus war. Als ihm die Liebe in Person (Jesus Christus) noch nicht begegnet war und er die ersten Nachfolger Jesu Christi so erbittert verfolgte. (Apostelgeschichte 9) Die hatten alle ziemliche Angst vor ihm, wie später in der Geschichte deutlich wird. Dieses Erlebnis, dem Gottessohn, der menschgewordenen und jetzt wieder göttlichen Liebe gegenüberzustehen, dieses blendende göttliche Licht, an dem er nicht vorbei konnte und das ihn blendete, so dass er sein Augenlicht verlor. Das war kein Erlebnis, wie jedes andere. Das war das tragende Erlebnis im Leben des Saulus. Die Namensänderung war da nur Ausdruck dieser 180-Grad-Wende. Vielleicht hat ihn gerade dieses einschneidende Erlebnis dazu befähigt, so von der Liebe zu schreiben.

Er kannte das Gesetz, die heilige Schrift, er war ein (sehr) gebildeter Mann. Er kannte die Schrift, verstand aber nicht, was Gott von ihm eigentlich wollte. Er verfolgte diejenigen, die von den jüdischen Geistlichen als Abtrünnige angesehen wurden mit sehr großem, fast fanatischen, Engagement. Er war einer derjenigen, die eigentlich stolz auf ihr Werk sein konnten. Er befolgte das Gesetz, die 10 Gebote Gottes. Aber er verstand die Quintessenz dieser Botschaft nicht, die Liebe.

Dass diese Gebote dem Volk Israel gegeben worden waren aus Liebe zu ihnen. (2. Mose 20) Die gesamten 10 Gebote, die Gott Mose gegeben hatte, kann man mit einem einzigen Wort gleichsetzen: der Liebe. Im Griechischen gibt es dafür einen Begriff: Agape. Agape bedeutet ohne Ausnahme Gottes reine und göttliche Liebe. Agape ist also eine bedingungslose, einseitige, befreiende, auf andere zentrierte Liebe (lateinisch: Caritas).

Die 10 Gebote, das “Gesetz der Liebe”: dem Schöpfergott gegenüber, dem Gott gegenüber, der sein Volk aus der Sklaverei in Ägypten geführt hatte und der Liebe der Menschen untereinander. Wenn man das “Du sollst” mit einem “Du wirst” übersetzt, so wie der eigentliche Sinn dieses Wortes war, dann versteht man auch den Gedanken der Liebe hinter den 10 Geboten: Wenn man jemanden liebt, dann wird man ihn nicht umbringen. Wenn man jemanden liebt, wird man ihn nicht belügen oder betrügen. Wenn ich Gott liebe, werde ich keinen anderen Gott anbeten. Dann verstehe ich das Gesetz nicht als Last, sondern als Befreiung, so wie Paulus später schreibt.

Auch das Vaterunser, das Gebet, das Jesus seinen Jüngern beigebracht hatte, passt dazu (Matthäus 6,9). Wenn ich weiß, dass Gott mir meine Fehler vergibt, die ich bei der praktischen Umsetzung dieses “Gesetzes der Liebe” mache, dann sollte ich auch fähig sein, meinen Mitmenschen oder meiner Partnerin / meinem Partner Fehler zu vergeben, die er/sie gerade im Umgang mit mir macht. Ganz individuell: “…. und vergib mir meine Schuld, so wie auch ich vergebe meinem Schuldiger”.

Liebe bedeutet Interaktion. Geben und nehmen. Und manchmal auch nur geben und nichts oder wenig nehmen. Dynamik. Laute und leise Töne.

Das ganze Evangelium ist ein Symbol der Liebe. Der Liebe Gottes zu uns Menschen. Aber in der Bibel spricht Gott auch von den Folgen, wenn die Liebe IHM gegenüber versagt wird.

Das Leben Jesu Christi, des Erlösers, des Friedefürsten, des Sohnes Gottes, auf dieser Erde ist das Symbol der Liebe Gottes zu uns Menschen. (Johannes 3, 16)

Jesus hat die Liebe im göttlichen Sinne vorgelebt.

Die Worte des Apostels Paulus lassen nur erahnen, wie göttliche Liebe aussehen muss. Deswegen an dieser Stelle noch einmal:

Die Liebe ist langmütig und freundlich,
die Liebe eifert nicht,
die Liebe treibt nicht Mutwillen,
sie bläht sich nicht auf,
sie verhält sich nicht ungehörig,
sie sucht nicht das Ihre,
sie lässt sich nicht erbittern,
sie rechnet das Böse nicht zu,
sie freut sich nicht über die Ungerechtigkeit,
sie freut sich aber an der Wahrheit;
sie erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles, sie duldet alles.

Jesus Christus hat diese göttliche Liebe in seinem täglichen Leben in Perfektion angewandt und vorgelebt. Davon spricht das Evangelium.

Und auch Paulus:
Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen.

Hier ein Beispiel:

Gott liebt mich.
Ich glaube daran, dass Gott mich liebt (mit dem Glauben fängt es an und hört es auf).
Weil ich glaube und weiß, dass Gott mich liebt, kann ich Hoffnung haben, dass sich das erfüllt, was ER mir in seinem göttlichen Buch sagt.
Und deswegen kann und soll, ja muss ich diese Liebe weitergeben, die Gott mir gegeben hat. Auch wenn es schwer ist.

Aus Liebe zu Gott, der mich zuerst geliebt hat.
Aus Liebe zu Jesus, der mir den Auftrag gegeben hat, seine Liebe und sein Evangelium weiterzugeben.
Aus Liebe zu meinem Mitmenschen, damit auch er geliebt wird
und die Liebe Gottes erfährt, Hoffnung hat und Glauben entwickelt.

Die Liebe ist der Anfang, der Schlüssel zu weiterer Liebe. Zu Hoffnung. Zu Glauben. Ein Kreislauf.

Amen!

(mk)

Danke Gott, dass Weihnachten viel viel mehr ist als Geschenke, TV und Weihnachtsessen!

Johannes 3, 16 (Hoffnung für Alle, HFA):

Denn Gott hat die Menschen so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn für sie hergab. Jeder, der an ihn glaubt, wird nicht zugrunde gehen, sondern das ewige Leben haben.

Gott hat nämlich seinen Sohn nicht zu den Menschen gesandt, um über sie Gericht zu halten, sondern um sie zu retten.
Wer an ihn glaubt, der wird nicht verurteilt werden.

Wer aber nicht an den einzigen Sohn Gottes glaubt, über den ist wegen seines Unglaubens das Urteil schon gesprochen. Und so vollzieht sich das Urteil: Das Licht ist in die Welt gekommen, aber die Menschen lieben die Finsternis mehr als das Licht. Denn alles, was sie tun, ist böse.

Wer Böses tut, scheut das Licht und bleibt lieber im Dunkeln, damit niemand seine Taten sehen kann.

Wer aber die Wahrheit Gottes liebt und das tut, was er will, der tritt ins Licht! An ihm zeigt sich: Gott selber bestimmt sein Handeln.

Danke Gott für den Advent, das Kommen Gottes Sohnes (IV)

Jesus wird geboren (Lukas 2, 1 ff, Hoffnung für Alle, HFA)
In dieser Zeit befahl Kaiser Augustus, alle Bewohner des römischen Reiches in Listen einzutragen. Eine solche Volkszählung hatte es noch nie gegeben. Sie wurde durchgeführt, als Quirinius Statthalter in Syrien war. Jeder musste in seine Heimatstadt gehen, um sich dort eintragen zu lassen. So reiste Josef von Nazareth in Galiläa nach Bethlehem in Judäa. Denn er war ein Nachkomme Davids und in Bethlehem geboren. Josef musste sich dort einschreiben lassen, zusammen mit seiner Verlobten Maria, die ein Kind erwartete. In Bethlehem kam für Maria die Stunde der Geburt. Sie brachte ihr erstes Kind, einen Sohn, zur Welt. Sie wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Futterkrippe im Stall, denn im Gasthaus hatten sie keinen Platz bekommen.

Die Hirten auf dem Feld (Lukas 2, 8 ff, Hoffnung für Alle, HFA)
In dieser Nacht bewachten draußen auf dem Feld einige Hirten ihre Herden. Plötzlich trat ein Engel Gottes zu ihnen, und Gottes Licht umstrahlte sie. Die Hirten erschraken sehr, aber der Engel sagte: “Fürchtet euch nicht! Ich verkünde euch eine Botschaft, die das ganze Volk mit großer Freude erfüllt: Heute ist für euch in der Stadt, in der schon David geboren wurde, der lang ersehnte Retter zur Welt gekommen. Es ist Christus, der Herr. Und daran werdet ihr ihn erkennen: Das Kind liegt, in Windeln gewickelt, in einer Futterkrippe!” Auf einmal waren sie von unzähligen Engeln umgeben, die Gott lobten: “Ehre sei Gott im Himmel! Denn er bringt der Welt Frieden und wendet sich den Menschen in Liebe zu.” Nachdem die Engel in den Himmel zurückgekehrt waren, beschlossen die Hirten: “Kommt, wir gehen nach Bethlehem. Wir wollen sehen, was dort geschehen ist und was der Herr uns verkünden ließ.” Sie machten sich sofort auf den Weg und fanden Maria und Josef und das Kind, das in der Futterkrippe lag. Als sie es sahen, erzählten die Hirten, was ihnen der Engel über das Kind gesagt hatte. Und alle, die ihren Bericht hörten, waren darüber sehr erstaunt. Maria aber merkte sich jedes Wort und dachte immer wieder darüber nach. Schließlich kehrten die Hirten zu ihren Herden zurück. Sie lobten und dankten Gott für das, was sie in dieser Nacht erlebt hatten. Es war alles so gewesen, wie der Engel es ihnen gesagt hatte.

Danke Gott für den Advent, das Warten auf den Sohn Gottes, Jesus Christus (III)

Lukas 1, 57-80 (Hoffnung für Alle, HFA)

Johannes wird geboren
Für Elisabeth kam die Stunde der Geburt, und sie brachte einen Sohn zur Welt. Als Nachbarn und Verwandte hörten, dass Gott so barmherzig zu ihr gewesen war, freuten sie sich mit ihr. Nach acht Tagen wurde das Kind zur Beschneidung gebracht. Dabei sollte es nach seinem Vater Zacharias genannt werden. Doch Elisabeth widersprach: “Nein, er soll Johannes heißen!” “Aber keiner in deiner Verwandtschaft heißt so!”, wandten die anderen ein. Sie winkten dem Vater und fragten ihn: “Wie soll dein Sohn heißen?” Zacharias ließ sich eine Tafel geben und schrieb darauf: “Sein Name ist Johannes.” Darüber wunderten sich alle. Im selben Augenblick konnte Zacharias wieder sprechen, und er lobte Gott. Im ganzen Bergland von Judäa verbreitete sich die Nachricht. Und überall, wo man davon hörte, erschraken die Leute. Nachdenklich fragten sie sich: “Was wird aus diesem Kind noch werden?” Denn alle sahen, dass Gott etwas Besonderes mit ihm vorhatte.

Zacharias sieht den Auftrag des Johannes voraus
Erfüllt vom Heiligen Geist, verkündete Zacharias, der Vater von Johannes, was Gott ihm eingegeben hatte: “Gelobt sei der Herr, der Gott Israels! Er ist zu unserem Volk gekommen und hat es befreit. Aus dem Königshaus seines Dieners David hat er uns den starken Retter geschickt. So hatten es seine heiligen Propheten schon vor langer Zeit verkündet: Er wird uns von unseren Feinden erretten und aus der Hand aller Menschen, die uns hassen. Gott war mit unseren Vorfahren barmherzig. Er vergisst seinen heiligen Bund nicht, den Eid, den er unserem Vater Abraham geschworen hat und der auch uns gilt. Er befreit uns aus der Hand unserer Feinde, damit wir ihm ohne Furcht unser Leben lang dienen, als Menschen, die ihm gehören und nach seinem Willen leben. Und dich, mein Sohn, wird man einen Propheten des Höchsten nennen. Du wirst vor dem Herrn hergehen und sein Kommen vorbereiten. Seinem Volk wirst du zeigen, dass es durch die Vergebung seiner Sünden gerettet wird. Gott vergibt uns, weil seine Barmherzigkeit so groß ist. Aus der Höhe kommt sein Licht zu uns. Dieses Licht wird allen Menschen leuchten, die in Nacht und Todesfurcht leben; es wird uns auf den Weg des Friedens führen.” Johannes wuchs heran und wurde zu einem verständigen und klugen Mann. Er zog sich in die Einsamkeit der Wüste zurück bis zu dem Tag, an dem er öffentlich vor dem Volk Israel auftrat.

(mk)

Danke Gott für den Advent, das Warten auf den Sohn Gottes, Jesus Christus! (II)

Lukas 1, 39 ff (Hoffnung für Alle HFA)

Maria bei Elisabeth
Maria entschloss sich, so schnell wie möglich Elisabeth zu besuchen, die mit ihrem Mann Zacharias in einer kleinen Stadt in den Bergen Judäas wohnte. Sie betrat das Haus und begrüßte Elisabeth. Als Elisabeth die Stimme Marias hörte, bewegte sich das Kind in ihr, und – erfüllt vom Heiligen Geist – rief sie: “Dich hat Gott gesegnet, mehr als alle anderen Frauen, dich und dein Kind! Womit habe ich verdient, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt! Als ich deine Stimme hörte, hüpfte das Kind in mir vor Freude. Wie glücklich kannst du sein, weil du geglaubt hast! Was Gott dir angekündigt hat, wird geschehen.”

Lukas 1, 46 ff (Hoffnung für Alle HFA)

Maria lobt und dankt Gott
Da begann Maria, Gott zu loben: “Von ganzem Herzen preise ich den Herrn. Ich bin glücklich über Gott, meinen Retter. Mich, die ich gering und unbedeutend bin, hat er zu Großem berufen. Zu allen Zeiten wird man mich glücklich preisen, denn Gott hat große Dinge an mir getan, er, der mächtig und heilig ist! Die Barmherzigkeit des Herrn bleibt für immer und ewig, sie gilt allen Menschen, die ihn ehren. Er streckt seinen starken Arm aus und fegt die Hochmütigen mit ihren stolzen Plänen hinweg. Er stürzt Herrscher von ihrem Thron, und Unterdrückte richtet er auf. Die Hungrigen beschenkt er mit Gütern, und die Reichen schickt er mit leeren Händen weg. Seine Barmherzigkeit hat er uns, seinen Dienern, zugesagt, ja, er wird seinem Volk Israel helfen. Er hat es unseren Vorfahren versprochen, Abraham und seinen Nachkommen hat er es für immer zugesagt.” Maria blieb etwa drei Monate bei Elisabeth und kehrte dann nach Hause zurück.

(mk)

Danke Gott für die Adventszeit, das Warten auf den Sohn Gottes, Jesus Christus!

Lukas 1, 26 ff (Hoffnung für Alle, HFA)

Elisabeth war im sechsten Monat schwanger, als Gott den Engel Gabriel zu einer jungen Frau nach Nazareth schickte, einer Stadt in Galiläa. Die junge Frau hieß Maria und war mit Josef, einem Nachkommen König Davids, verlobt. Der Engel kam zu ihr und sagte: “Sei gegrüßt, Maria! Gott ist mit dir! Er hat dich unter allen Frauen auserwählt.” Maria fragte sich erschrocken, was diese seltsamen Worte bedeuten könnten. “Hab keine Angst, Maria”, redete der Engel weiter. “Gott hat dich zu etwas Besonderem auserwählt. Du wirst schwanger werden und einen Sohn zur Welt bringen. Jesus soll er heißen. Er wird mächtig sein, und man wird ihn Gottes Sohn nennen. Gott, der Herr, wird ihm die Königsherrschaft Davids übergeben, und er wird die Nachkommen Jakobs für immer regieren. Seine Herrschaft wird niemals enden.” “Wie kann das geschehen?”, fragte Maria den Engel. “Ich bin doch gar nicht verheiratet.” Der Engel antwortete ihr: “Der Heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft Gottes wird sich an dir zeigen. Darum wird dieses Kind auch heilig sein und Sohn Gottes genannt werden. Selbst Elisabeth, deine Verwandte, von der man sagte, dass sie keine Kinder bekommen kann, ist jetzt im sechsten Monat schwanger. Sie wird in ihrem hohen Alter einen Sohn zur Welt bringen. Gott hat es ihr zugesagt, und was Gott sagt, das geschieht!” “Ich will mich dem Herrn ganz zur Verfügung stellen”, antwortete Maria. “Alles soll so geschehen, wie du es mir gesagt hast.” Darauf verließ sie der Engel.

(mk)

Adventszeit – oder: die 3 Geschenke Gottes an uns Menschen

Eine gestresste Mutti schleppt sich bepackt mit dutzenden Taschen durch das nasskalte Berlin. Der Bürgersteig, die Straßen und die Kaufhäuser sind voll mit Menschen. Anscheinend hatten noch viele andere diese Idee. Es regnet und weht ein scharfer kalter Wind. Sie fröstelt. Und ihre Taschen werden immer schwerer. Sie stellt ihre Taschen einen Moment ab und atmet durch. Nach ein paar Minuten geht es weiter. Sie hat noch so viel zu erledigen heute. Und vor allem muss sie noch Geschenke für ihre 3 Kinder und ihren Mann kaufen. Bevor die Geschäfte schließen. An einer Stelle wird sie fast von einem Weihnachtsmann umgerempelt. Überall blitzt und blinkt es.

So oder so ähnlich kennen wir das vermutlich alle. Das Geschenkekaufen in der Adventszeit wird zum regelrechten Stress. An Weihnachten macht der Einzelhandel das beste Geschäft des Jahres. Darauf wartet jeder Händler. Und Krise hin oder her, wir Deutschen kaufen die Geschäfte leer.

Warum eigentlich? Sicher, das sogenannte „Fest der Liebe“. Wessen Liebe eigentlich? Die Liebe des Einzelhändlers zu seinen Kunden? Die Liebe des Einzelnen zu seinen Mitmenschen? Ausgedrückt in einem kleinen Geschenk für max. 9,99 € ? Oder doch etwas anderes?

Nein, das „Fest der Liebe“ hat eigentlich mit der Liebe Gottes zu seinen Geschöpfen, den Menschen, zu tun. Sie fragen jetzt: welches Geschenk kann mir Gott schon machen? Ein Gebetsbuch? Eine Gebetsbank? Nett eingepackt mit goldener Schleife?

Oder Sie fragen sich vielleicht: Was würde Gott mir persönlich schenken? Und wie macht Gott das mit dem ganzen Einkaufsstress? Ich meine, 6,9 Milliarden Menschen soll Gott an einem Tag beschenken? Wie macht er das nur?

Er hat es schon gemacht. Das größte und teuerste Geschenk seines langen Lebens. Ein nie dagewesenes Geschenk an uns Menschen. Von unvorstellbarem persönlichen Wert für Gott! Und nicht mal eben im Vorbeigehen für uns gekauft. Vermutlich hat Gott über dieses Geschenk sehr lange nachgedacht. Schließlich sollte es ein Geschenk für jeden einzelnen seiner Menschen sein! Für jeden Einzelnen der 6,9 Milliarden. Eigentlich hätte Gott damit eine Doppelseite im Guiness-Buch der Rekorde verdient. Das ist rekordverdächtig. Ein Geschenk für 6,9 Milliarden Menschen gleichzeitig an einem Tag! Mit Langzeitwirkung.

Sie fragen sich vielleicht: welches Geschenk meint der denn jetzt?

Jesus Christus. Das mag Ihnen jetzt etwas komisch vorkommen, doch es ist so. Als Gott sich überlegte, was er uns schenken kann, hat er nachgedacht. Und er hat uns das ewige Leben geschenkt! Das Kostbarste was er besaß! Seinen eigenen Sohn Jesus Christus (Johannes 3,16). Jesus Christus kam auf diese Welt, damit wir Menschen, leben können. In Ewigkeit. Dazu müssen wir nichts tun. Außer eines: wir müssen daran glauben, dass Gott seinen Sohn für uns geopfert hat, damit wir leben können.

Warum? Weil wir Menschen seit der Vertreibung Adams und Evas vor Gott nicht bestehen können und eigentlich sterben müssten. Denn Gott ist gerecht. Wir haben den Tod verdient. Und er könnte uns auf der Stelle vernichten.

Doch Gott liebt uns! Deswegen hat er seinen Sohn Jesus Christus in diese Welt geschickt. Erst als Baby, aber dann als Sohn Gottes! Die Geschichte hört nicht bei Weihnachten auf. Zum Glück für uns Menschen!

Nein, sie geht weiter! Bis Ostern. Und auch dort, als Jesus Christus am Kreuz von Golgatha starb, war diese Geschichte nicht vorbei!

Nein, Jesus Christus hat den Tod besiegt! Er ist für uns am Kreuz gestorben und hat danach den Tod besiegt. Für das was uns von Gott trennt: nämlich die Sünde, für die wir eigentlich an seiner Stelle sterben müssten. Dadurch hat Gott uns durch Jesus Christus den Weg zu ihm ermöglicht.

Und nicht nur das: Jesus hat gesagt, wer an ihn glaubt, der hat das ewige Leben!

Und jetzt kommt etwas Interaktion in die Geschichte: Bisher hat Gott uns beschenkt. Jetzt sind wir an der Reihe: Alles, was wir tun müssen, ist Gott zu vertrauen und ihm den Glauben zu schenken, dass Jesus Christus wirklich für unsere Sünde am Kreuz gestorben ist und von den Toten auferstanden ist! Genau so, wie es in seinem Wort, der Bibel, das er uns ebenfalls geschenkt hat, steht.

Was für eine Geschichte!

Leider vergessen wir Menschen das sehr schnell, bei den ganzen Erledigungen, die wir in der Adventszeit machen müssen.

Doch dieses Jahr kann es anders sein: Wir können uns darauf besinnen, was Advent heißt: das Warten auf das zweite Kommen Jesu auf diese Erde.

Was wird dabei anders sein? In den Evangelien steht es: Jesus kommt alles König der Könige auf diese Erde und nimmt diejenigen mit sich, die vorher an ihn geglaubt haben. Ein First-Class-Ticket in den Himmel. Und nicht nur das, Gott macht uns das dritte Geschenk:

Eine neue Welt, das neue Jerusalem. Eine exklusive Wohnung in der goldenen Stadt, in bester Lage, im himmlischen Palast Gottes. Ohne Leid, ohne Kummer, ohne Tod, ohne Schmerz und ohne Tränen. (frei nach Offenbarung)

Bist Du bereit, diese 3 Geschenke Gottes anzunehmen?

(mk)